BÜCHERBÖRSE

Buchrezension "Atlantia"

"Atlantia" ein durchwachsener Bestseller (c) Fischer Verlag
"Atlantia" ein durchwachsener Bestseller

Seit einigen Wochen ist das Buch "Atlantia", verfasst von Ally Condie und erschienen im Fischer Verlag, in jedem Buchshop erhältlich. Der Roman ging schon einige Male über die Ladentheke; die Meinungen der Leser sind jedoch gespalten.

Atlantia, Bay, Rio- Ein maritimer Versuch

In ihrem Buch kreiert die Autorin eine Unterwasserwelt mit dem (nicht gerade kreativen) Namen "Atlantia". Wer nun an hübsche Meerjungfrauen und bunte Fische denkt, liegt falsch. Die Bewohner der Meeres-Stadt sind gewöhnliche Menschen, die in einer Glaskugel geschützt vor dem Wasser leben. Eine von ihnen ist das junge Mädchen Rio. 

Der Beginn als Höhepunkt der Geschichte

Gleich zu Beginn der Erzählung entscheidet sich ihre Schwester Bay dazu, dem Leben unter Wasser den Rücken zu kehren. Sie wählt ein Leben auf der Erdoberfläche, wo sie hart arbeiten muss um das privilegierte Volk in "Atlantia" am Leben zu erhalten. Viel spannender wird die Geschichte leider nicht. Nur holprig nimmt die Erzählung seinen Lauf. Die Handlungen sind einschläfernd und vorhersehbar. Eine Mischung, die das Lesevergnügen nicht unbedingt aufwertet.

Klischees und eine wenig gelungene Protagonistin

Natürlich ist die Protagonistin eine Vollwaise und komplett alleine in ihrer Unterwasserwunderwelt. Doch, so wie in jedem andern Roman auch, trifft sie auf ihren Traumprinzen. Zufälligerweise ist auch sein bester Freund aus "Atlantia" verschwunden und die Beiden tun sich zusammen um die dunklen Geheimnisse der Regierung zu lüften. Ein weiterer Störfaktor im Buch ist die Hauptperson selber. Man kann sich weder in sie hineinversetzen, noch fühlt man mit ihr mit. Rio macht einen überforderten und rundum einschläfernden Eindruck. Beim Lesen entwickelt man eine gewisse Gleichgültigkeit der Protagonistin gegenüber. Im  kompletten Buch wird nur wenig Spannung aufgebaut. Es kribbelt beim Lesen nicht in den Fingern und man hat nicht das Bedürfnis so schnell wie möglich weiterzulesen um zu erfahren, wie es mit den Personen weiter geht. 

Ein Buch fürs Regal

Der Roman hat einige gute Ansätze und die Grundidee ist gar nicht mal so schlecht. Jedoch ist das Konzept der Geschichte nicht ausgearbeitet genug und selbst nach mehr als 400 Seiten "Lesevergnügen" hat man noch unzählige Fragen.

Fazit: "Atlantia" ist ein Buch, dass man getrost im Bücherregal stehen lassen kann.

 

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