BÜCHERBÖRSE

Buchrezension: "Die Widerspenstigkeit des Glücks"

Klassische Handlung mit Tiefgang erzählt! (c) Diana Verlag
Klassische Handlung mit Tiefgang erzählt!

Am 11. Mai erscheint die deutsche Erstausgabe des neuen Romans "Die Widerspenstigkeit des Glücks" von Gabrielle Zevin im Diana Verlag endlich auch in unseren Buchläden. Der Titel wurde mittlerweile schon in 20 Sprachen übersetzt und ist ein New-York-Times-Bestseller.

Eine scheinbar endlose Pechsträhne für den Buchhändler A.J.
A.J. führt ein trauriges Leben: Seine Frau verstarb vor einigen Monaten und auch seine Buchhandlung läuft seit diesem Verlust schlecht. Nur selten verirrt sich ein Kunde in seinen Laden, die Mitbürger meiden ihn und auch Freunde hat er keine. Aus Frust greift der Mann immer häufiger zu Hochprozentigem, er wird unausstehlich und isoliert sich komplett von seinem Umfeld. Einzig seine Schwägerin kümmert sich ab und zu um den Witwer, doch selbst die kann er nicht leiden. Für den Buchhändler könnte es nicht schlimmer kommen, doch eines Tages muss A.J. feststellen, dass er bestohlen wurde. Sein einziger Wertgegenstand, ein antikes Buch mit hohem Wert, wurde aus der Wohnung entwendet. Der Witwer scheint vom Pech verfolgt, denn ausgerechnet in seiner Buchhandlung taucht kurz darauf ein Kleinkind auf. A.J. nimmt sich dem kleinen Mädchen Maya an und findet in all den Schicksalsschlägen schließlich doch sein Glück.

Die Handlung erfüllt ihren Zweck
Während der Lektüre begleitet man das Vater-Tochter-Duo über viele Jahre hinweg. Nicht nur Maya wächst zu einer jungen Frau heran, auch die Beziehung zu ihr  und A.J. wird, trotz einiger Startschwierigkeiten, immer größer. Wer beim Lesen an einen Til Schweiger Film denkt, der wird mit damit sicher nicht allein sein. Ein Mann, der völlig neben sich steht und über keinerlei soziale Kompetenzen verfügt, findet ein kleines Mädchen und zieht sie liebevoll und selbstlos auf. Das Ganze ist herzerweichend und eine klassische Geschichte, die besonders Frauen anspricht. Die Story ist nicht gerade einfallsreich und sprüht auch nicht vor Spannung, aber dafür erfüllt sie durchaus ihren Zweck! Außerdem hält das Ende noch die eine oder andere Überraschung bereit.

Gerechtfertigter Erfolg
Das Buch lässt sich locker lesen und man muss nicht zwanghaft zwischen den Zeilen nach versteckten Deutungsmöglichkeiten suchen. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil und findet passende Worte, um die Erzählung in jedem Moment authentisch wirken zu lassen. Obwohl die Handlung ziemlich klischeehaft ist, findet Zevin einen Weg, eine ganz besondere Geschichte zwischen Vater und Tochter feinfühlig zu erzählen ohne kitschig zu wirken.
Nicht umsonst ist "Die Widerspenstigkeit des Glücks" der Roman, mit dem die Autorin ihren Durchbruch feiern konnte.

Thema im Frühjahr 2015: Glück
Schon der Titel verrät: In diesem Frühjahr und auch im Sommer dreht sich alles im das Thema Glück. Auch Gabrielle Zevin hat sich dem Thema angenommen und weiß, wie man dem Leser ein Lächeln aufs Gesicht zaubern kann. Ihr Roman ist nicht nur für Til Schweiger Fans ein heißer Tipp!

 

Log in or create an account

fb iconLog in with Facebook