BÜCHERBÖRSE

The 5th Wave - Rick Yancey

Ist dieser Roman das nächste Hungergames?! (c) Rick Yancey
Ist dieser Roman das nächste Hungergames?!

Endlich Sommer! Das Sommersemester ist vorbei, die letzten Prüfungen geschrieben und die Temperaturen kratzen an der 30 Grad Marke? Dann nichts wie los ins Freibad, an den Teich oder ans Meer. Was diese Aussichten perfekt macht? Ein vielversprechendes Buch natürlich! 

"The 5th Wave" ist der erste Teil einer young-adult science-ficition Trilogie von Autor Ricky Yancey indem die Welt – milde ausgedrückt – Kopf steht, denn die Welt wird von Aliens – mit einwandfreier menschlicher Gestalt – heimgesucht. Mit Attacken unterschiedlicher Art, die von den übriggebliebenen Menschen als Wellen bezeichnet werden, versuchen sie die Erde für sich alleine zu gewinnen. Mitten drin ist die siebzehnjährige Cassie, die nach dem Verlust ihrer Eltern nur noch ein Ziel vor Augen hat: Solange zu überleben, bis sie ihren kleinen Bruder gerettet hat, von dem sie im Laufe der Ereignisse getrennt wurde.

Diese Art von post-apokalyptischer Überlebensgeschichten, in denen ein junges Mädchen auf der Suche nach einem geliebten Menschen unterschiedliche Gefahren erlebt, ist nicht unbedingt etwas Neues, wäre dieses Buch nicht einfach ANDERS! Im Vergleich zu anderen Geschichten dieser Art ist es definitiv weniger Action geladen und DAS ist genau das, was "The 5th Wave" zu etwas besonderem macht. Anstatt in jedem Kapitel einen Charakter umzulegen oder einen Kampf an den nächsten zu reihen, legt Yancey Wert auf tiefgründige Dialoge, stimmungsvolle Szenerien und Charaktere, die sich einfach echt anfühlen. Als ich eines der Kapitel von Cassie las, indem sie sich, in mitten einer Straße voller Leichen auf der Flucht vor einem Auftragskiller-Alien, einfach nur einen Erdbeer-Frappucino von Starbucks wünscht, fühlte ich mich ihr sofort näher. 

Auch der romantische Part in diesem Roman ist außergewöhnlich. Das Gefühlschaos einer Siebzehnjährigen, die sich in der von Yancey erdachten Apokalypse verliebt, muss man sich erst einmal vorstellen! Du kannst niemandem trauen, denn Aliens sehen total menschlich aus und alleine überlebt man länger als zu mehreren, aber gleichzeitig möchtest du nichts lieber, als endlich wieder mit jemanden zusammen sein, dir helfen lassen. Cassie beschließt Evan schließlich zu vertrauen und seine Hilfe bei der Suche nach ihrem Bruder zuzulassen, doch ob das eine gute Entscheidung ist… Lest selbst! 

Kritik

Das aus den Perspektiven unterschiedlicher Charaktere geschrieben wurde hat mir eigentlich gut gefallen, allerdings tat die Perspektive des kleinen Bruders kaum etwas für die Handlung und hat den Lesefluss stellenweise gestört. Das Ende hätte meiner Meinung nach mehr "Bumms" haben können. Ein richtiger Cliffhanger war es nicht. Trotzdem ist "The 5th Wave" nur zu empfehlen und hat definitiv das Zeug für einen neuen Hype à la Hungergames.

Apropos: Februar 2016 kommt das gute Stück bereits in deutsche Kinos!

Julia Kreuzer

Julia Kreuzer | Redakteurin

julia.kreuzer (ät) unimag.at

Studiert Kultur - und Sozialanthropologie an der Uni Wien

Liebt es anderen Ratschläge und Tipps zu geben, kennt die Lösung ihrer eigenen Probleme aber nur selten

Hasst Beistriche und Doppel S fast genauso sehr wie Zahlen

bei UNIMAG seit: September 2012

 

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