BÜCHERBÖRSE

Buchrezension: Austrofreds "Pferdeleberkäse"

Buchrezension: Austrofreds "Pferdeleberkäse" © Czernin Verlag

Der Austrofred, der fescheste Österreicher aller Zeiten, hat mit "Pferdeleberkäse" sein bereits fünftes Buch geschrieben. Das Werk umfasst 160 Seiten und ist am 21.09.2015 im Czernin Verlag erschienen. Wie es nicht anders zu erwarten war, hat sich der Champion mit dieser Aufsatzsammlung wieder einmal selbst übertroffen. Er ist sich für kein Thema zu schade, wie groß oder klein es auch sein mag, und nimmt noch dazu kein Blatt vor den Mund. Der Austrofred sagt einfach, was Sache ist. Und genau diese unverblümte Ehrlichkeit ist es auch, die seine Fans an ihm schätzen. Mit seinen Reportagen leistet er großartige Aufklärungsarbeit, hat er doch in so vielen Bereichen mehr Ahnung als andere Leute. Dieses kostbare Wissen mit anderen zu teilen, ist wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Aber so ist er nunmal, unser Austrofred; immer darauf bedacht, seinen Fans wertvolle Weisheiten mit auf den Weg zu geben.

Gleich zu Beginn wird im Vorwort – getarnt als "Die beste Austrofred-Geschichte aller Zeiten" – geklärt, wie es eigentlich zum Titel des Buches "Pferdeleberkäse" kam. Denn natürlich hat der Champion auch dafür eine logische Erklärung parat. In den anschließenden 21 Kapiteln schreibt der Rockstar der Nation über Themen, die uns Menschen bewegen. Da geht es zum einen um die Liebe, die er als Hochzeits-Entertainer immer hautnah miterleben darf, und zum anderen um den Tod – seinen eigenen (inklusive Begräbnis-Playlist) und wie der Tod zur Sicherung des Musikstandortes Österreich beitragen kann. Im Buch beantwortet er auch viele Fragen. So zum Beispiel, ob Humor in die Musik gehört, warum Schwarzenegger und er wohl nie in den Weltraum reisen werden, wie man sich als Rockstar verkaufen muss (Stichwort: Qualitätssicherung!) und damit einhergehend wie sich der Austrofred selbst seine mediale Aufmerksamkeit erkämpft hat, obwohl er keine Telefonbücher zerreißen kann, ob bei einem direkten Vergleich Österreich oder Bayern besser ist und ob der Champion ein Alkoholproblem hat. Wie der Buchtitel "Pferdeleberkäse" nahe legt, kommt auch Essen nicht zu kurz. Vom Zwiebelrostbraten im Weinhaus Sittl, über Weißwurst und Leberkäse aus der Tube, bis hin zum geliebten Schnitzel ist alles dabei.

Der Rockmusiker gewährt Einblicke in seine Jugend (durch die Geschichte über's Schasaug) und in seine Traumwelt, in der "Wetten, dass...?" und Phil Collins beunruhigend häufig eine Rolle spielen. Außerdem teilt er seine Queen-Konzerterfahrung und erzählt über seine neuen Erkenntnisse zu Freddy Mercury, als er sich wieder einmal auf dessen Spuren begab. Es regnet Lob für Gandalf und das Erste Wiener Heimorgelorchester und hagelt dafür Kritik am Musikmagazin skug sowie am Wursttheken-Service bei Billa. In den letzten Kapiteln weist der Austrofred noch auf neun, zuvor unentdeckte Fehler in "The Sound of Music" hin und gibt praxisnahe Fallbeispiele, wann Lügen in der Arbeitswelt erlaubt ist.

Fazit?

Ein Meisterwerk, das in vielerlei Lebenslagen Rat bietet. Wer die Chance hat, eine von Austrofreds Lese-Shows zu besuchen (Termine sind auf seiner Homepage einsehbar), sollte diese unbedingt nutzen. Denn obwohl das aktive Lesen des Buches ein wahrer Genuss ist, geht einfach nichts über eine Darbietung des Champions höchstpersönlich.

Petra Püngüntzky

Chefin vom Dienst | Content Managerin
Ressortleiterin Musik & Events
Redakteurin | Fotografin

petra.puenguentzky (ät) unimag.at

 

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