BÜCHERBÖRSE

Buchrezension: "Die Eisheilige"

Die Eisheilige: Seit März im Handel (c) Berlin Verlag
Die Eisheilige: Seit März im Handel

Am 1. März ist der neue Kriminalroman "Die Eisheilige" von der Erfolgsautorin Susanne Mischke im Berlin Verlag erschienen. Eine fesselnde Story, die absolut zu empfehlen ist und für Krimiliebhaber zur Pflichtlektüre gehört.

Sophie – eine Frau mit vielen Talenten

Ohne Freunde, Job und soziale Kontakte lebt Sophie das Leben einer einsamen Ehefrau. Wann immer ihr Mann Rudolf jedoch bei der Arbeit ist, widmet sie sich ihrer großen Leidenschaft: Dem Nähen von wunderschönen Kleidern. Auch Sophies Nachbarinnen sind begeistert von ihrem Talent und integrieren sie nach und nach in ihre Gemeinschaft. Doch plötzlich versterben immer mehr Menschen aus Sophies Umfeld und die junge Frau steht unter dringendem Verdacht, etwas mit den Taten zu tun zu haben. Schließlich wird in der Nachbarschaft von vielen gemunkelt, dass Sophie noch andere Talente als das Nähen habe. Offenbar soll sie Menschen den Tod wünschen können…

Eine Lebensgeschichte wie ein dunkles Puzzle

Sophie ist ohne Frage eine Frau mit vielen Geheimnissen. Wie viele sie wirklich hat und ob die junge Frau tatsächlich etwas mit den Morden zu tun hat, ist bis zu letzten Seite nicht ganz klar. Genauso spannend wie die Frage nach den Ursachen für all die plötzlichen Todesfälle, ist die Hintergrundgeschichte von Sophie. Im Verlauf der Handlung erfährt der Leser immer mehr von ihrer Kindheit, der Familie und der Ehe der jungen Frau. Wie ein Puzzle setzt sich Sophies Lebensgeschichte langsam zusammen und offenbart dem Leser ein dunkles, geheimnisvolles Bild.

Von Kölsch bis Mohr

Doch nicht nur Sophie steht im Mittelpunkt der Erzählung. Auch die Geschichte vom Anwalt Kölsch und seiner Chefin Karin Mohr sind in die Handlung eingeflochten und beleuchten die Erzählung von einer anderen Seite. Zusammen mit der Polizei und den Anwälten wandelt man auf den Spuren von mehreren Todesfällen und grübelt fieberhaft mit, wer denn nun wirklich für die Toten verantwortlich ist.

Nicht für schwache Nerven

Mischke verfolgt in ihrer Erzählung eine klare Linie und beschreibt ungeschönt die Ereignisse. Das ist zwar nicht unbedingt etwas für Leute mit schwachen Nerven, aber zu diesem Krimi passt der an manchen Stellen brutale Stil wie die Faust aufs Auge. Es macht Spaß, das Buch zu lesen und die Autorin versteht etwas davon, den Leser zu locken und zu fesseln.

Nicht nur für Krimiliebhaber

"Die Eisheilige" ist ein rundum gelungener Krimi, bei dem es bis zu letzten Seite spannend bleibt. Intensiv und ein Stück weit makaber erzählt Susanne Mischke die Geschichte einer Frau, die sich doch eigentlich nur nach einem glücklichen Leben und einer heilen Familie sehnte. Das Buch ist mit Sicherheit nicht nur ein Tipp für Krimiliebhaber!

 

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