BÜCHERBÖRSE

Vergessene Bücher neu entdecken: "Zwischen sieben und zwölf Uhr"

Vergessene Bücher neu entdecken: "Zwischen sieben und zwölf Uhr" (c) Sharon & Nikki McCutcheon/flickr.com

Wenn das Budget knapp ist, aber die Lust auf das Lesen groß, ist das Internet Lösung und Problem zugleich. Es gibt tausende, Millionen von Erzählungen, Krimis und Romanen im Internet, kostenlos und immer verfügbar. Doch welche Geschichte ist lesenswert und welcher der vielen Autoren und Autorinnen hat das Potenzial zum neuen Liebling zu werden?

Nach einer langen Pause wühle ich mich nun wieder durch die Mengen an kostenlosen Büchern, um für euch die lohnenswertesten der vielen Schätze zu entdecken. Für die Krimifans habe ich heute eine Geschichte, die selbst den Meisterdetektiv Sherlock Holmes unterhalten hätte:

Anna Katherine Green: Zwischen sieben und zwölf Uhr

Im Hause des Bankiers Winchester wurde Schmuck entwendet. Was anfangs wie ein gewöhnlicher Diebstahl scheint, stellt Inspektor Byrd bald vor ein großes Rätsel. Jemand im Inneren des Hauses muss der Täter sein. Inspektor Byrd entwickelt einen cleveren Plan, um den Täter zu erwischen, doch die Familie Winchester macht ihm das Leben dabei nicht gerade leicht.

"Zwischen sieben und zwölf Uhr" ist eine Kriminalerzählung, die 1887 veröffentlicht wurde. Die Autorin Anna Katherine Green lebte von 1846 bis 1935 und schrieb Zeit ihres Lebens mehr als 40 Romane und Erzählungen. Ihre Werke prägten das Genre der Kriminalliteratur derart, dass Green im gleichen Atemzug mit Autoren wie Edgar Allen Poe oder Sir Arthur Conan Doyle zu nennen ist.

Warum ich diese Geschichte empfehle

Diese Geschichte ist eine klassische Kriminalgeschichte, die absolut den Charme des 19. Jahrhunderts versprüht. Sie ist kurzweilig, aber rätselhaft und kniffelig. Die Figuren dieser Geschichte sind sehr lebendig beschrieben, ja sie wirken sogar unsympathisch und als Leser und Leserin bekommt man regelrecht Mitleid mit dem netten Inspektor Byrd. "Zwischen sieben und zwölf Uhr" ist eine Geschichte, in der es um Geheimnisse, Lügen, Intrigen und Liebe geht und die somit alles hat, was eine klassische Kriminalgeschichte braucht.

Zugegeben, Inspektor Byrd ist nicht so faszinierend wie Sherlock Holmes, aber es hat trotzdem Spaß gemacht dieses kurzweilige Werk zu lesen. Für eine Zugfahrt, einen verregneten Frühlingstag im Mai oder einen verregneten Sommertag im Juni, Juli oder August ist diese Geschichte perfekt.

Die Erzählung "Zwischen sieben und zwölf Uhr" von Anne Katherine Green findet ihr hier. Es lohnt sich auch in die anderen Werke der Autorin zu beachten. Zu finden hier.

Lisa

Studiert Germanistik aus Überzeugung, bibliophil & HundemenschIn

 

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