BÜCHERBÖRSE

Buchrezension: "Boy in the Park"

Debütroman "Boy in the Park" von A.J. Grayson (c) Droemer Verlag
Debütroman "Boy in the Park" von A.J. Grayson

Vor Kurzem wurde der Debütroman „Boy in the Park“ des Autoren A.J. Grayson im Droemer Verlag veröffentlicht. Es handelt sich dabei um einen fesselnden Krimi, der sämtliche Bücherwürmer mitreißt und auch lesefaule Menschen begeistern wird.

Einziger Zeuge in einem Mordfall
Dylan führt ein nicht gerade aufregendes Leben in San Francisco. Wenn er mal nicht hinter der Theke in einem Geschäft für Naturkost steht und Kunden völlig überteuerte Nahrungsergänzungsmittel aufschwatzt, verbringt er seine Zeit ziemlich zurückgezogen am Rande der Großstadt. Das tägliche Highlight für den Mann ist seine Mittagspause, die er allein in einem Park verbringt, um in Ruhe Gedichte zu schreiben. Immer wieder beobachtet er dabei einen kleinen Jungen, der sich scheinbar auch täglich in dem Park aufhält. Doch plötzlich verschwindet das Kind und Dylan ist der einzige Zeuge, der den Fall eventuell aufklären kann.

Wenn die Polizei machtlos ist...
Die Polizei scheint große Probleme damit zu haben, den kleinen Jungen wiederzufinden, sodass sich Dylan dazu entschließt, eigene Ermittlungen anzustellen. Eine spannende Suche beginnt, während der der Protagonist nicht nur versucht, ein verschwundenes Kind aufzuspüren, sondern auch seine eigene Persönlichkeit und vergangene Erfahrungen aufrollt und verarbeitet. Dabei lernt er sich selbst besser kennen und stößt auch auf blutige Geheimnisse, die besser im Verborgenen geblieben wären...

Zwei Handlungsstränge
Während des Romans befindet sich der Leser in einem Geflecht aus zwei Handlungssträngen: Zum einen wird in der Gegenwart über Dylan und seine eigenen Ermittlungen erzählt. Auf der anderen Seite gibt es aber immer wieder Einschübe, in denen man Gespräche zwischen einer Psychologin und einem potenziellen Mörder in der Vergangenheit nachlesen kann. So entfaltet sich nach und nach ein Netz aus Blutrünstigkeiten und Informationen, die Licht ins Dunkel bringen sollen.

Intensives Lesevergnügen
Besonders ansprechend ist in diesem Roman nicht nur der spannende Fall, um den es geht. Auch der Stil, in dem der Autor schreibt, ist absolut ansprechend. Auf der einen Seite legt er seinem Protagonisten spitzzüngige Wörter in den Mund, die dem Leser das ein oder andere Schmunzeln über die Lippen huschen lassen, auf der anderen Seite sind viele Passagen so intensiv verfasst, sodass eine unglaubliche Spannung entsteht.

Absolute Empfehlung
„Boy in the Park“
ist nicht nur ein erstklassiger Debütroman, sondern auch ein intensiver Thriller, der perfekt in die düstere Herbstzeit passt. Wer auf der Suche nach einem fesselnden Buch ist, das man schon nach den ersten Seiten nicht mehr aus der Hand legen möchte, ist hiermit fündig geworden! 

 

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