BÜCHERBÖRSE

Buchrezension "Die Guten"

Joyce Maynard: Die Guten (c) HarperCollins
Joyce Maynard: Die Guten

Im Oktober diesen Jahres veröffentlichte die Autorin Joyce Maynard ihren aktuellen Roman „Die Guten“ bei HarperCollins. Wer Freude an tiefgründigen und bewegenden Geschichten hat, der wird mit diesem Buch auf jeden Fall seine Freude haben und es nicht mehr aus der Hand legen wollen.

Eine Mutter, die ihren Sohn verliert

Über Helens Leben steht definitiv kein guter Stern. Schon ihre Kindheit war schrecklich und auch die Beziehung zu ihrem Partner Dwight scheitert nur wenige Jahre nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes Oliver. Nach der Trennung versucht Helen so gut es geht, für ihr Kind da zu sein, bis ihr jedoch ein unverzeihlicher Fehler unterläuft: Sie wird alkoholisiert am Steuer erwischt. Schweren Herzens muss sie nun ihrem Ex-Mann und dessen neuer Freundin ihren heißgeliebten Sohn überlassen. Ein weiterer Tiefpunkt in Helens Leben ist erreicht.

Das Ehepaar Havilland

Ohne ihren Sohn Oliver, der für seine Mutter bisher den Lebensmittelpunkt darstellte, wird der Alltag für Helen immer trister. Sie isoliert sich, verliert die Freude an ihren Hobbies und steht komplett neben sich. Doch dann trifft sie auf das Ehepaar Havilland. Besonders die freundliche und einnehmende Art von Ava und Swift zieht Helen sofort in den Bann.

Freundschaft oder Abhängigkeit

Fast täglich verbringt Helen Zeit bei ihren neuen Freunden, sodass aus einer flüchtigen Bekanntschaft schnell eine tiefe Verbundenheit wird. Doch wie weit darf diese Freundschaft gehen? Schnell wird klar, dass Helen die Nähe der Havillands sucht, wie zuvor den Alkohol. Mit ihrem Wunsch nach Halt und Zuneigung, bemerkt die Frau gar nicht, wie sie immer abhängiger von der Aufmerksamkeit des mysteriösen Ehepaares wird.

Eine Geschichte, die den Leser in den Bann zieht

Die Autorin Joyce Maynard schafft es, den Leser durch Helens Geschichte immer mehr in den Bann zu ziehen. Von Seite zu Seite scheint der Roman intensiver und vor allem fesselnder zu werden. Zu Beginn der Handlung fragt man sich beim Lesen noch, was einem in dem Buch erwartet, im weiteren Verlauf will man jedoch immer mehr wissen und ist vor allem neugierig, was es wirklich mit dem Ehepaar Havilland auf sich hat.

Ruhig und einfühlsam

Besonders beeindruckend ist, wie ruhig und einfühlsam die Handlung erzählt wird. Die Autorin setzt nicht etwa auf reißerische Umschreibungen und einen übertriebenen Spannungsaufbau, sondern auf eine unaufgeregte Erzählweise. Und genau das kommt beim Leser an. „Die Guten“ ist ein gelungener Roman, der ohne viel Aufregung absolut spannend und fesselnd ist.

 

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