BÜCHERBÖRSE

Buchrezension "Die Frau im hellblauen Kleid"

Seit November im Handel: Die Frau im hellblauen Kleid © Heyne
Seit November im Handel: Die Frau im hellblauen Kleid

Im November veröffentlichte die Autorin Beate Maxian ihren Roman "Die Frau im hellblauen Kleid" im Wilhelm Heyne Verlag. Der besonderer Clou an diesem Buch: Wien ist einer der Orte, an dem sich die Handlung abspielt.

Das Leben wird zum Spielfilm

Vera Altman hat einen ausgetüftelten Plan: Mit der Hilfe eines von ihr verfassten Drehbuchs, will sie einen letzten Versuch wagen, ihre Karriere im Showgeschäft anzukurbeln. In Mittelpunkt des Spielfilms, der möglichst zeitnah gedreht werden soll, möchte Vera ihre eigene Familiengeschichte stellen. Vor allem das Leben ihrer Mutter Marianne, einer ehemals gefeierten Schauspielerin, soll thematisiert werden. Doch die hat ein paar Änderungen für das Drehbuch ihrer Tochter im Sinn.

Vier Generationen

Nicht nur die Geschichte zwischen Vera und ihrer Mutter wird in dem Roman erzählt. Tatsächlich rankt sich die Handlung nämlich um ganze vier Generationen der Altmanns. Und  damit ist es nicht genug: Auch die Männer der Familie Bleck spielen eine große Rolle in dem Buch. Schließlich begleiten sie die Altmann-Frauen seit mehreren Jahrzehnten durch ihr Leben.

Eine Reise durch die Zeit

Um die Geschichte der Familie Altmann anschaulich darzustellen, kommt es in dem Roman immer wieder zu Zeitsprüngen. In zahlreichen Rückblenden wird beispielsweise  der Lebensweg der angehenden Schauspielerin Käthe, der Mutter von Marianne und der Großmutter von Vera, erzählt. In Wien versuchte sich die damals junge Frau nämlich schon seit 1927 an der Schauspielerei und setzte somit den Grundstein dieser Familiengeschichte. Raffiniert werden die Geschehnisse in der Gegenwart durch diese Zeitsprünge erklärt und untermauert. Beate Maxian beweist ein geschicktes Händchen dabei, die Protagonistinnen der Altmann-Familie über mehrere Generationen hinweg miteinander zu verknüpfen und ihre Geschichten zu vereinen.

Viel Sorgfalt un Recherche

Was bemerkenswert an diesem Buch ist, ist in jedem Fall die Sorgfalt, mit welcher der Roman verfasst wurde. Als Leser merkt man genau, wie viel Recherchearbeit Maxian bei dem Verfassen der Geschichte geleistet hat. An keiner Stelle wirkt die Erzählung unglaubwürdig oder weist geschichtliche Unklarheiten auf.  Die Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit meistert die Autorin gekonnt.

Perfekte Lektüre für graue Tage

Wer aktuell also auf der Suche, nach einem gelungenen Roman ist, der sollte sich das Buch von Beate Maxian definitiv zulegen. Graue Wintertage werden mit dieser Lektüre auf jeden Fall deutlich aufgewertet. Wer einmal mit dem Lesen beginnt, der wird das Buch mit Freude verschlingen und die Geschichte der Altmann-Frauen gebannt verfolgen. 

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