TRAINEEPROGRAMME

Kälter kann es nicht werden

Gespannt lauschen die Besucher dem schwedischen Autor Arne Dahl c Buchhandlung Frick am GrabenZumindest nicht in Arne Dahls neuem Roman „Gier“, indem das Europol-Team versucht, den bestialischen Mord zweier Menschen während des G9-Gipfels in London aufzuklären. 

Auf seiner internationalen Lesereise hat er auch Wien mit einem Besuch beehrt und mit seinem neuen Werk begeistert.

Der erste Fall für geheime Ermittler vom Europol-Team

Zwischen Natur und Kunst, zwischen Architektur und Wissenschaft hatte man die Möglichkeit, einen schwedischen Bestseller-Autor live zu erleben. In seiner Muttersprache las Dahl aus seiner neuen, in

Schweden bereits preisgekrönten Thriller-Serie. Auch wenn wahrscheinlich die wenigsten der Zuhörer und Zuhörerinnen, die in die Buchhandlung Frick am Graben gekommen waren, um Dahl lesen zu hören, verstanden, was er da eigentlich las, so konnte er sie doch in seinen Bann ziehen. Gespannt lauschten die Besucher seinen Worten, bevor sie übersetzt erneut gelesen wurden. Die Pausen dazwischen nannte Dahl liebevoll „Kunstpausen“ und lockerte die Stimmung mit Humor in bestaunend gutem Deutsch. 

Zuerst wird von Dahl auf Schwedisch gelesen bevor danach einedeutsche bersetzung folgt c B uchhaundlung Frick am GrabenRecherche vs. Fantasie

Nach der Lesung gab Dahl noch ein Interview und verriet dabei brennende Details zu sich und seinem neuen Werk. Seit über 10 Jahren schreibt Dahl, der mit bürgerlichem Name eigentlich Jan Arnald heißt, an Kriminalromanen. „Diese 10 Jahre zeigen deutlich, dass sich die Kriminalität verändert hat“, meint er als ausschlaggebende Idee für sein aktuelles Buch. Während die Kriminalität nämlich bereits international voranschreitet, agiert die Polizei hauptsächlich national. Das ist auch der Grund dafür, warum diese Geschichte erstmals nicht in Schweden spielt, sondern in Europa – weil auch die Kriminalität stets globaler wird. In seinem Werk widmet er sich damit grundlegenden Fragen rund um die Möglichkeiten und Realisierung einer überstaatlichen Polizei und eines europäischen FBI.

Sein Werk beschreibt er schließlich selbst als „realistisch, manchmal schrecklich realistisch“, jedoch schlicht weg nicht ganz wahr, denn: „Für mich ist Literatur ohne Fantasie nicht gut!“

Gier das neue Werk von Arne Dahl c Buchhandlung Frick am GrabenBuchinfos
Arne Dahl: Gier
Piper Verlag
17,50 Euro

Stefanie Jennel

Stefanie Jennel | Redakteurin

stefanie.jennel (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: September 2011

 

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