BÜCHERBÖRSE

Welche Unternehmen bieten Traineeprogramme an?

© Wavebreakmedia - istockTraineeprogramme werden von unterschiedlichen Unternehmen und in verschiedenen Branchen angeboten. Nicht zu unterschätzen sind Traineeausbildungen bei mittelständischen Unternehmen, die ihren Trainees später oft ebenfalls sehr gute Karrierechancen bieten.

Noch vor wenigen Jahren waren Traineeprogramme im Wesentlichen eine Domäne von Großkonzernen. Kandidaten für die Programme waren vor allem Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge – aus Sicht der Unternehmen waren vor allem Betriebs- und Volkswirte für eine Karriere im Management geeignet. Dieser Ansatz hat sich inzwischen stark verändert, woran der demografische Wandel und der "Kampf um die Talente" ihren Anteil haben. Die Firmen sind darauf angewiesen, in allen Bereichen ihren Fach- und Führungskräftenachwuchs zu entwickeln und – wenn möglich – dauerhaft zu binden. Traineeprogramme gibt es heute auch für Informatiker, Ingenieure und Juristen. Da Soft Skills in einem zeitgemäßen Management eine immer größere Rolle spielen, haben in vielen Unternehmen auch Trainee-Bewerbungen von Geisteswissenschaftlern eine Chance.

Die klassische Variante: Ein Traineeprogramm in einem Großkonzern

Die klassische Variante für ein Traineeprogramm ist immer noch die Ausbildung in einem Großkonzern. Entsprechende Angebote gibt es in nahezu allen großen Unternehmen. Trainees haben hier gute Chancen, an internationalen Projekten mitzuwirken und eine oder mehrere Stationen ihrer Ausbildung im Ausland zu absolvieren. Außerdem können sie bei den Konzernen mit einer sehr hochwertigen Traineeausbildung und hervorragenden Karrierechancen rechnen. Nicht zu unterschätzen ist auch das persönliche Netzwerk, das Trainees während der Ausbildung in einem großen Unternehmen entwickeln können, oft schließt es auch Kontakte zu Fach- und Führungskräften in anderen Firmen ein. Außerdem bieten die "Großen" ihren Trainees umfassende Weiterbildungsprogramme an, auch der Umgang mit Hierarchien und Management-Strukturen lässt sich hier leichter erlernen als in kleineren Firmen.

Allerdings sind internationale Konzerne bei der Auswahl ihrer Trainees auch recht wählerisch. In der Regel erwarten sie von den Bewerbern einen sehr guten Master-Abschluss und einen exzellenten Lebenslauf, der neben Praxiserfahrungen oft auch Auslandserfahrung und fundierte Fremdsprachenkenntnisse enthalten soll. Der hochkarätigen Ausbildung und der Begleitung durch erfahrene und oft branchenbekannte Mentoren steht die Integration in strikt definierte Prozesse und Strukturen gegenüber.

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Hidden Champions: Eine Traineeausbildung im Mittelstand

Inzwischen haben auch viele mittelständische Unternehmen Traineeprogramme aufgelegt – für Bewerber können sie eine hervorragende Alternative sein. Oft haben hier auch Bewerber ohne Einser-Abschluss, Quereinsteiger und sogar Uni-Abbrecher gute Chancen. Auch für Absolventen praxisnaher Fachrichtungen – beispielsweise Ingenieure – kann sich ein Mittelstands-Traineeprogramm als die bessere Wahl erweisen. Sie treffen dort oft auf offene Prozesse und flache Hierarchien.

Eine Traineeausbildung im Mittelstand muss nicht weniger hochwertig sein als ein entsprechendes Programm bei einem Großkonzern. Hinzu kommt: Gerade unter mittelständischen Unternehmen gibt es viele "Hidden Champions", die bei Innovationen in der ersten Liga spielen und häufig sogar die globale Marktführerschaft in einem bestimmten Marktsegment besitzen.

Mit guten Karriereperspektiven können ehemalige Trainees auch bei mittelständischen Arbeitgebern rechnen. Nach dem Abschluss des Programms haben sie die Möglichkeit, als Führungskraft die Entwicklung des gesamten Unternehmens mit zu prägen. Oft winkt ein schneller Aufstieg in die Unternehmensleitung. Wer sich später anders orientieren und/oder zu einem großen Unternehmen wechseln will, hat mit einer Traineeausbildung in einer mittelständischen Firma dafür in der Regel ebenfalls eine gute Grundlage geschaffen.

 

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