BÜCHERBÖRSE

Wissen vernetzt. Das war das prcamp12

Diskussion am PR-Camp12 Foto: FeinkostMEDIA
Diskussion am PR-Camp12


Vergangenes Wochenende fand mit dem prcamp12 das erste Barcamp zum Thema Public Relations im deutschsprachigen Raum statt. Zahlreiche Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz präsentierten in insgesamt 16 Sessions ihr Wissen im Bereich PR, Unternehmenskommunikation und Medienarbeit.

In den Sessions ging es zum Beispiel um Old-School vs. New-School PR, um Controlling mit der Balanced Score Card, um B2B Kommunikation, um Guerillamarketing als Tool der PR, um Social Media Guidelines, um neue Social Media Anwendungen, um Krisenkommunikationspläne für Social Media, um CSR, um Ethik in der PR, um Video in der Unternehmenskommunikation und vieles mehr. Die einzelnen Sessions bestanden aus themenrelevanten Vorträgen und Diskussionsrunden, die am Anfang jeden Tages in der Session-Planung von den Teilnehmern selbst fixiert wurden.

 „Mit dem prcamp12 wurde ein erster Versuch für ein Barcamp im Bereich der Public Relations unternommen und er ist geglückt. Trotz einem hohen Anteil an Barcamp-Neulingen haben viele Teilnehmer interessante Themen präsentiert und so die Tage mit wertvollen Inhalten gefüllt. So wurde ein intensiver Austausch ermöglicht und eine Basis für zukünftiges Zusammenarbeiten geschaffen“, fasst Birgit Parade, Mentorin der Public Relations Newcomers Austria und Initiatorin des prcamp12 ihre Eindrücke zusammen.

Ein Blick auf die Inhalte und Ergebnisse

Entwicklungszusammenarbeit ist ein Ongoing Prozess, der täglich mehrere Höhepunkte hat, ist die Ansicht beim Thema „Storytelling + PR = Fundraising“ am Beispiel der Kampagne Worldvision Schweiz. Fundraising funktioniert, wenn die Story gut erzählt und langfristig kommuniziert ist. So sei typische Patenschaften ein totes Produkt, weil man damit keine Geschichten erzählen kann.

Bei der Session zur „CSR - Pflicht oder Kür“ einigten sich die prcamper, dass in Österreich CSR noch Potenzial hat. Oft wird CSR auch nicht kommuniziert, selbst wenn es betrieben wird.

Heiß diskutiert wurde bei der Session zum Thema „Ethik in der PR“. Für PR-Agenturen werden Ethik und Glaubwürdigkeit immer wichtiger: Auftraggeber aus der Pharma- oder Rüstungsindustrie gefährden den Ruf in der Branche, teilweise legen Kunden bereits Wert auf "saubere" Referenzen. Hier bieten Zertifikate eine Orientierungshilfe. Sie sind jedoch teuer und aus ethischer Sicht nicht unbedingt zuverlässig. Das Thema bleibt schwierig, denn Ethik hat immer auch mit der persönlichen Einstellung zu tun.

Provokant abgerundet wurde die Session zum Thema „Guerillamarketing als Tool in der PR“ durch das Statement „Virales Marketing als Tool existiert nicht“, denn es sei dem Glück und Zufall überlassen, ob ein Produkt sich viral verbreitet oder nicht.

Auch dem strategischen Einsatz von Bewegtbild in der externen und vor allem internen PR war eine Session gewidmet.In der Diskussion wurde nochmals die Wichtigkeit des Tools "Video" für die Kommunikation unterstrichen und das man das eigentliche Kommunikationsziel nie aus den Augen verlieren sollte.

Die Public Relations Newcomers Austria freute sich über den regen Zuspruch und wird das prcamp höchstwahrscheinlich auf für das nächste Jahr wieder organisieren!

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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