BÜCHERBÖRSE

Harlem Shake war da.

Der Harlem Shake in der Wiener U-Bahn Foto: felix heller | warda.at
Der Harlem Shake in der Wiener U-Bahn

Der Internet-Trend, der seit Anfang Februar auf YouTube für Furore sorgt, ist nun auch in Österreich angekommen. Genauer gesagt in der Wiener U-Bahn.

UNIMAG sprach exklusiv mit der Vortänzerin beim viralen Österreich-Harlem-Shake. Der Name ist der Redaktion bekannt – Sie möchte jedoch inkognito bleiben. Warum, lest ihr im Interview.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Ein einsamer Tänzer schüttelt sich recht ungelenk inmitten einer entspannten und teilnahmslos wirkenden Menschenmenge. Auf den Befehl: „Do The Harlem Shake“ tanzen dann alle mit. Choreografie muss man sich keine merken – zappelnde Armbewegungen mit starker Rückenlage sind vollkommen ausreichend. Auch sonst gibt es nicht viele Regeln. Einzige Tradition ist, dass irgendjemand am Anfang des Videos irgendwie alleine tanzt und irgendeinen Helm trägt – oder auch eine Maske.

Wie entstand die Idee, dieses Harlem-Shake-Video zu drehen?

Wir von warda.at haben den Hype um den Harlem Shake mitbekommen und sind eigentlich für jeden Spaß zu haben. Das Video war für unsere Fans auf Facebook zum Posten gedacht – dass es ein so großer Erfolg mit über 250.000 YouTube-Views wird, haben wir nicht erwartet.

Wann und wie fand der Dreh statt?

Wir haben uns am Samstag, den 16. Februar um 20.00 Uhr am Karlsplatz getroffen. Insgesamt warem wir eine Gruppe von 25 Personen. Alle waren schon ready zum Fortgehn. Dann sind wir in den letzten Wagen der U2 – da es Endstation ist, war alles leer. Es waren auch andere Fahrgäste dort, die eigentlich nicht gestört haben und das Geschehen lustig fanden. Einige davon filmten mit ihren Handys mit. Zwei amerikanische Touristen haben spontan mitgemacht und sind auch auf dem Video zu sehen.

Du trägst auf dem Video eine Zensurbrille, um unerkannt zu bleiben. Wieso?

Einerseits gehört es bei einem Harlem Shake einfach dazu, sich zu maskieren – mit dieser Tradition wollte ich nicht brechen. Es geht es in der Sache nicht um mich als Person sondern um das Video selbst. Andererseits bin ich nach Durchlesen der zahlreichen Kommentare auf YouTube froh, die Brille getragen zu haben.

Was haben die Wiener Linien zu der Aktion gesagt? War sie überhaupt im Vornhinein abgesprochen?

Also, abgesprochen hatten wir nichts. Bewusst fiel die Auswahl jedoch auf einen öffentlichen Ort, um aus der Masse der Harlem Shake Videos herauszustechen. Als das Video fertig war, haben wir es auf die Fanpage der Wiener Linien verlinkt und um Unterstützung bei der Verbreitung gebeten. Jene meinten aber, dass sie sich wohl darüber freuen wenn man Spaß in der U-Bahn hat, aber Randale-ähnliche Zustände in den Garnituren doch nicht so gerne gesehen sind.

Wie fühlt es sich an, 250.000 angeklickt worden zu sein?

Wir haben schon früher YouTube-Videos mit rund tausend Sehern gemacht. Der Harlem Shake war bei weitem das erfolgreichste. Vom Gefühl her verändert hat sich nichts, aber wir feiern schon, dass es ein so großer Erfolg wurde.

http://www.youtube.com/watch?v=caOfmoPhRMI

 

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