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Vorbericht: Southside Festival 2016

Eingang zum Festivalgelände © Jan Wälder
Eingang zum Festivalgelände

Wie gewohnt sind wir auch in diesem Jahr wieder für euch von 24. bis 26. Juni beim restlos ausverkauften Southside Festival und werden euch eine umfassende Berichterstattung bieten. Berichten werden wir über alle vier Festivaltage, viele Konzerte und alles, was ein Festival sonst noch so zu bieten hat. Headliner sind in diesem Jahr die mit vielen Flammen erwarteten Rammstein, ebenso wie die englischen Bands The Prodigy und Mumford & Sons. Tickets gibt es nur noch über unsichere Dritte, doch wie jedes Jahr wird es auch am Gelände selbst viele Menschen geben, die noch versuchen, ihr Ticket zu verkaufen. Weiterreichende Infos findet ihr unter anderem im inoffiziellen Southside-Hurricane-Nachfolgeforum unter www.festival-community.net.

Eröffnet wird das Festival wie im vergangenen Jahr schon mit einem kleinen Programm am Donnerstag. War dieser Tag in früheren Jahren vor allem dazu da, einen möglichst guten Zeltplatz zu finden und zu feiern bis zum Umfallen, wird jetzt auch von Veranstalterseite mehr geboten als das übliche Partyzelt (20 bis 5 Uhr), das aber auch wie gewohnt von DJs bespielt werden wird.

Im Gegensatz zur letzten Ausgabe wird es noch weitere Änderungen geben:

1. Die Auftritte der Bands werden im Gegensatz zum vergangenen Jahr im White-Stage-Zelt stattfinden, nicht mehr auf der Red Stage. Beginn ist um 20 Uhr mit den harten Klängen der Post-Hardcore-Band Marathonmann aus München. Danach wird es mit Weekend, Maeckes und den Ostblockschlampen diverse Genrewechsel geben. Ende der Konzerte ist 2 Uhr, danach werden DJs bis um 5 Uhr auflegen. Möglicherweise ist mit dieser Änderung der direkte Durchgang über das Festivalgelände von Green-Camp-Bewohnern verbunden, die im vergangenen Jahr noch auf Shuttlebusse zurückgreifen mussten, um das Partyzelt auf dem Hauptcampingplatz zu erreichen.

2. Zusätzlich zur White Stage auf dem Festivalgelände wird es noch die Red Bull Container Stage auf der Landebahn geben. Hier ist mit DJ Mittone und Baba Dom ab 19:30 Uhr der erste Auftritt des Festivals zu erleben. Im Laufe des Abends gibt es wechselnde DJs, am Ende werden die Drunken Masters auflegen.

Das bunte Festivalprogramm

Am ersten richtigen Festivaltag wird nochmals ein großer Schwung Besucher anreisen, doch um Punkt 15 Uhr starten mit The Devil Makes Three aus den USA und dem Berliner Rapper Vauu die ersten Konzerte. Zumindest kritisiert werden sollte der Auftritt der Band Kvelertak, immerhin konnten sie auch im kürzlich erschienenen Interview mit der Zeitschrift VISIONS keine zufriedenstellenden Antworten auf das ehemalige Engagement ihres Schlagzeugers bei der norwegischen Rechtsrockband Haggis geben. Daher werden wir dieses Konzert nicht besuchen.

Das erste Highlight des Tages stellen sicherlich Twin Atlantic aus Schottland dar, die leider zeitgleich mit Balthazar auftreten. Danach tritt auf der Green Stage Skindred auf, die dem Publikum wohl ordentlich einheizen dürften, während man danach bei Bear's Den ein wenig in den eigenen Tagträumen schwelgen kann. Die erste einem breiteren Publikum bekannte Band wird gegen 18:30 Uhr die Hauptbühne betreten – die amerikanischen Punkrock-Veteranen Anti-Flag geben sich die Ehre und es wird sicherlich nicht ruhig bleiben. Zeitgleich treten auf der White Stage mit Hiatus Kaiyote aus Australien jene Künstler auf, die den für einen Mitteleuropäer schwierigsten Namen tragen und eine Prise Soul mit im Gepäck haben. Auch im Anschluss kann man zwischen soft und rasant wählen, denn Tom Odell wird – im Gegensatz zu den Blues Pills, die in diesem Jahr auch diverse Metal-Festival bespielen – eher keine brachialen Riffs spielen.

Während man auf der Hauptbühne noch Flogging Molly sehen kann, wird bei einigen Besucher eine Frage immer lauter werden im Kopf: "Zu welcher Band soll ich denn als nächstes gehen?" Wie gesagt, die Auswahl fällt schwer und die endgültige Wahl muss zwischen den im Moment wohl bekanntesten Österreichern im heutigen Rockbusiness (Wanda), Klaas Heufer-Umlauf (Gloria), einer einst fiktiven Elektro-Formation, die nur in einem Film vorkam (Fraktus) und den weltberühmten, amerikanischen Punkrockern aus Orange County (The Offspring) getroffen werden. Danach sind noch die Hauptacts des Tages an der Reihe: The Prodigy, The Wombats, Maxïmo Park, Egotronic, Deichkind, Die Orsons und HVOB. Wer sichergehen möchte, von Deichkinds obligatorischer Wodka-Feige-Zitze ein paar Schlücke abzubekommen, sollte besser schon bei den Wombats ganz vorne dabei sein und den Rest links liegen lassen.

Deichkind, Wanda, The Wombats - alle spielen sie auf der Blue Stage.

Am Samstag, wenn alle Festivalbesucher angereist sind, wird dann auch der Tag auf den Bühnen länger und beginnt gleich mit zwei österreichischen Acts: Nazar und Chakuza. Um 14:45 kommt es dann zu einem interessanten Programmpunkt: In der Zeltbühne gibt es ein feines Reggae-Chillout mit Jamaram, auf der Blue Stage mischt Rapper Haftbefehl die Crowd auf. Raplastig bleibt es auf der Blue Stage in der Folge mit Trailerpark, Genetikk und Prinz Pi. Unterbrochen wird der Beat nur von AnnenMayKantereit und Two Door Cinema Club, um danach mit K.I.Z. den Tag abzuschließen. Den Auftritt von AnnenMayKantereit-Sänger Henning May kann man durch die zeitnahe Abfolge der Bands zum Hit "Hurra die Welt geht unter" durchaus erwarten. Auf den anderen Bühnen ist auch viel Abwechslung geboten. Damit vor der Blue Stage das Gedränge nicht schon am Anfang des Tages Überhand nimmt, sind auf der White Stage Rapper Ho99o9 und Zugezogen Maskulin mit von der Partie.

Um 16:30 Uhr wird dann eine Band auftreten, die man in diesem Jahr auch beim Rock in Vienna bewundern konnte: The Subways werden auch heuer wieder gewagte Sprünge ins Publikum vollführen. Gefolgt werden sie vom deutschen Sänger Bosse und seiner gleichnamigen Band, während auf der White Stage die auf YouTube durchgestarteten Walk Off The Earth auftreten. Bosse, seit vielen Jahren auf den Festivalbühnen Deutschlands zuhause, hat dieses Jahr seine eindeutige Meinung bei der Echo-Verleihung in Deutschland kundgetan, und Frei.Wild unmissverständlich als Nazis bezeichnet. Während die Red Stage von den Augustines besucht wird, kommen die britischen Indie-Rock-Helden Bloc Party auf die Hauptbühne. Wie sie sich mit neuer Besetzung schlagen, wird noch zu sehen sein. Danach folgt schon der Hauptact des Abends, die britische Folk-Rock-Band Mumford & Sons, deren letztes Album allerdings den Folk gestrichen und das Banjo in die Ecke gestellt hat. Inwiefern das beim Live-Auftritt Folgen hat, wird man an diesem Abend erleben können.

Dass es auch bei diesem Southside Festival wieder ziemlich mülllastig zugehen wird, hat auch mit einem für den Sonntag gebuchten Act zu tun. Schmutzki bringen zu jedem Festival unzählige Sticker mit, die sich mit der Zeit in den Boden eintrampeln und für viel Verschmutzung sorgen, aber der Name ist ja nicht umsonst gewählt. Danach kommt es aber wieder zum Zusammenschluss von Freunden, Bier und der Musik. Mit Good Riddance kommt ein Vertreter der Zunft, der seit 1986 seine Kracher zündet. Zwischenzeitlich aufgelöst, kam es 2012 zur Reunion. Gleich so weiter geht es auf der Green Stage mit Zebrahead, während auf der White Stage Multiinstrumentalist Jack Garratt zu Gast ist.

Wer an diesem Tag hart bleiben will – zumindest was die Musik betrifft – geht danach zu den Emil Bulls, der Rest wohl eher zu Courtney Barnett, welche eines der musikalischen Highlights des Festivals ist. Zeitgleich auf der Green Stage auftreten werden die schwedischen Rocker von Royal Republic. Auch deren Konzerte sind einen Besuch wert, denn soviel gut und vor allem lustig inszeniertes Liedgut sieht man selten. In der Folge stehen dann wieder bekanntere Namen auf dem Timetable. Nach Frank Turner und Turbostaat, The Hives, Feine Sahne Fischfilet, Fritz Kalkbrenner, Boysetsfire und den Dropkick Murphys gibt es auf der Green Stage ganze 45 Minuten Pause, während die Blue Stage von den Swedish-House-Mafia-Nachfolgern Axwell Λ Ingrosso heimgesucht wird.

Während auf der Red Stage wie schon vor einigen Jahren Pennywise das Festival beschließen werden, ist auf der Green Stage der Hauptact des Festivals zu sehen. Rammstein kommen mit viel Feuer – soviel ist bekannt und man konnte es beim Rock in Vienna auch vom anderen Ufer aus auf und über der Insel sehen. Es wird mit Sicherheit eine beeindruckende Show, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Abgeschlossen wird das Festival von Boys Noize auf der White Stage.

Sieht in der Nacht schöner aus, bietet am Tag den besseren Überblick: Riesenrad.

Interessant sind auch einige weitere Änderungen in diesem Jahr. Auf dem abermals ausverkauften Southside Festival gibt es in diesem Jahr keinen Jägermeister Gasthof mehr, dafür wird der Jägermeister Platzhirsch Einzug halten. Der Rest bleibt beim alten, auch dort werden wieder Überraschungskonzerte gespielt und es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder Kräuterschnaps-Shots sowie diverse Gewinnspiele. Nebenbei gibt es in diesem Jahr wieder den Trend weg vom Festival-Fast-Food zu beobachten, hin zu den in Mode gekommenen Street-Food-Ständen. So gibt es von vielen veganen und vegetarischen Speisen bis zu schwäbischen Maultaschen, Pulled Pork und riesigen Grillanlagen alles mögliche zu essen.

Leider gibt es in diesem Jahr wiederum keinen namhaften Supermarkt, der eine Wochenendfiliale auf dem Festival aufbaut. Das Southside muss – im Gegensatz zum Schwesterfestival Hurricane in Norddeutschland – mit dem deutlich teureren, hauseigenen Festivalsupermarkt vorlieb nehmen. Allerdings werden einige EM-Spiele auf der Großleinwand vor dem Partyzelt gezeigt. Es ist also für jeden etwas geboten und auch wir werden wieder mit Sicherheit eine schöne Zeit haben, solange das Wetter mitspielt. Aber da kann man bekanntlich nicht viel machen.

Jan Wälder


studiert eigentlich Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, belegt aber gerne auch den ein oder anderen Skandinavistik-Kurs.

 

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