TRAINEEPROGRAMME

Festivals mit dem besonderen Etwas

Festivals mit dem besonderen Etwas Foto: (c) M_a_y_a

Seit einigen Jahren sprießen neue Festivals wie Schwammerl aus dem Boden. Doch jedes Jahr aufs Neue verschwinden auch wieder welche, von denen es man nicht unbedingt erwartet hätte. Heuer finden beispielsweise der Popzirkus (im Vorjahr spielten dort immerhin Cro und Revolverheld), das Free Tree Open Air, das Seewiesenfest oder das Stream Festival nicht statt. Besonders überraschend war, dass auch das Acoustic Lakeside 2019 eine Pause macht, obwohl es zu den beliebtesten Festivals Österreichs gehört. Die Gründe für die Absagen mögen vielfältig sein. Jedoch wird bei einer immer größeren Anzahl an Festivals auch die Konkurrenz immer enormer. Besucher haben die Qual der Wahl und es zählt nicht alleine das Line Up, sondern auch das Ambiente und das große Ganze. Kein Wunder, dass viele Veranstalter sich Zuckerl einfallen lassen, um die Besucher zu begeistern. Ob besondere Angebote beim Camping, Grünbereiche, kulinarische Köstlichkeiten, Side-Events oder auch ein Fokus auf Gender-Equality – dieses Jahr legt das Primavera Sound in Barcelona einen Schwerpunkt auf Diversity und einen hohen Frauenanteil unter den gebuchten Acts: Festivals unternehmen einiges, um sich von anderen abzuheben.

Camping macht den Unterschied

Während man früher Festivals noch mit 3 Tagen ohne Dusche, Komfort und Bett, dafür aber mit reichlich Gatsch, Dreck, Iso-Matten und unbequemen Schlafsäcken verband, gibt es heute immer bessere Möglichkeiten, um ein Festival fast schon zum Wellness-Urlaub zu machen. Green Camping, bei dem ein besonderes Augenmerk auf Sauberkeit und Umweltverträglichkeit geworfen wird, gehört schon länger zum guten Ton. Aber gekühlte Getränke, Stromanschlüsse und Lampen direkt in der eigenen Unterkunft am Gelände – wo gibt’s denn sowas? Beim Glamping! Bei der Kombination aus Camping und Glamour, einer Luxus-Version des normalen Campings, steht das Wohlfühlen an erster Stelle. Beispielsweise beim Frequency kann man in diesem Jahr zwischen einem Beduinen Zelt, einer Holzhütte und einer Lodge wählen. Besonders komfortabel ist der Bungalow, der sogar über einen eigenen Kühlschrank verfügt. Auch international wird der Trend in Richtung gemütliches Camping immer stärker. Immerhin motiviert man dadurch auch etwas ältere Besucher, vermehrt auf Festivals zu gehen (und nicht nach jedem Tag nach Hause oder in ein Hotel zu fahren).

Durch das richtige Ambiente wird das Festival zum Urlaub

Noch vor wenigen Jahren hat jedes Festival mehr oder weniger gleich ausgesehen: ein bis zwei Bühnen, dazu die auf jedem Festival nahezu gleichen Getränke- und Essensstände und vielleicht noch ein Bereich, wo man die immer gleichen Kleidungsstücke, Taschen, Accessoires und ähnliches kaufen und sich nebenbei noch mitten im Staub piercen lassen konnte. Mittlerweile bemühen sich die Veranstalter, etwas Abwechslung in den Festival-Alltag reinzubringen. Beim One Love Festival in Wiesen gibt es zum Beispiel eine CBD-Lounge, außerdem bieten viele Festivals Side-Events wie Lesungen, Fußball-Turniere und vieles mehr an. Auch bei der kulinarischen Verpflegung gibt es oft eine große Auswahl. Zum Beispiel bekommt man rund um das Ahoi! The Full Hit Of Summer Festival in Linz Street Food vom Feinsten. Badeseen und Flüsse direkt am Gelände gibt es bei mehreren Festivals. So wird das Festival-Wochenende zum Kurzurlaub!

 

Elisabeth Voglsam

Ressortleiterin Musik & Events
Fotografin & Redakteurin

Twitter: @EVoglsam
Instagram: vogigram_vie

elisabeth.voglsam (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: September 2012

Webseite: www.flickr.com/photos/lilacsky
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