BÜCHERBÖRSE

Von Hermann, über Piefke Public Viewing bis zur Sauna

Public Viewing @ Hermann Strandbar Foto: Markus Kaar
Public Viewing @ Hermann Strandbar

Wenn auf einmal alle in Fußball-Trikots rumlaufen, im Radio verdächtig viele Songs zum Thema Fußball laufen und überall Panini-Sticker getauscht werden, ist klar: die Fußball-Europameisterschaft steht vor der Tür! Österreich ist zwar nicht mit dabei, ein Sommer voller aufregender Spiele und Feiern steht aber trotzdem auch in Wien bevor. Das garantieren einige Locations der Hauptstadt, wenn sie die spielerischen Ergüsse von Cristiano Ronaldo, Zlatan Ibrahimovic und Co. vor großem Publikum zeigen. 

Die wichtigste Frage, die sich alljährlich stellt: Wo schaut man eigentlich die Spiele? Antwort: am besten beim Public Viewing! Für diejenigen, die noch immer rätseln, wie man das jetzt richtig ausspricht und für die, die noch nie in einer großen Menge zusammen mit jede Menge anderen Fußball-Begeisterten geschaut haben, haben wir uns auf die Suche gemacht. 

Bekanntester Public-Viewing Hotspot ist spätestens seit der Weltmeisterschaft 2010 „Hermanns Strandbar“ an der Urania. Mit Strand-Feeling am Donaukanal wurden die WM-Spiele vor zwei Jahren zum Riesen-Event. „Und dieses Jahr haben wir eine noch größere Leinwand“, sagt Rudi Konar vom Hermann-Team stolz. 23 Quadratmeter groß ist der Screen heuer. „Pro Tag erwarten wir daher etwa 4.000 Zuschauer“, schätzt Konar weiter. Zum Vergleich: das ist etwa die Hälfte der Zuschauer von einem Bundesliga-Heimspiel bei Austria Wien. Die Strandbar bietet also echtes Stadionfeeling. Das gilt übrigens auch für den Eintritt. Der ist zwar umsonst, gerade deswegen bilden sich aber oft lange Schlangen. Also: etwas früher da sein lohnt sich!

Gegenüber von der Strandbar gibt es das „Adria“. An der Salztorbrücke am Donaukanal findet das „Piefke Public Viewing“ statt. Klingt nach vielen Deutschen, ist auch so! An die 600 „Piefkes“ verfolgten das erste Spiel unserer Nachbarn gegen Portugal im Adria. Besonders attraktiv für Fans von deutschen Fußball-Kommentaren: auf dem LCD-Screen läuft die Übertragung der ARD. „Hier trifft sich eine Mehrheit, die eher für Deutschland ist“, bekräftigt daher auch Betreiber Jockel Weichert, dem es darum geht, dass es „kein großes Turnier mehr geben darf, bei dem man sich als Deutscher verstecken muss“. In der Adria gibt es neben Piefkes en Masse aber bei Regen auch nasse Trikots.

Wer also lieber regensicher mit einem Dach über dem Kopf die Spiele verfolgt, der ist im Kulturzentrum WUK richtig aufgehoben. Hier veranstaltet der Radiosender FM4 wieder sein Public Viewing. Dazu lassen sich die Rundfunk-Spezialisten so einiges einfallen: neben wechselnden DJ’s geben sich auch prominente Gäste und Fußball-Moderatoren die Ehre. Wer also auf hohem Niveau mal fachsimpeln möchte, sollte unbedingt im WUK vorbeischauen.

Ebenfalls für regnerisches Wetter geeignet: Die Stiegl Ambulanz im alten AKH. Hier wurde leider im Print-Magazin geschrieben, es gäbe dieses Jahr kein Public Viewing. Das ist natürlich völlig falsch. Auch wenn die Betreiber beim ersten Spiel enorme Probleme mit der Übertragung auf dem Outdoor-Screen hatten, gibt es sehr wohl ein Public Viewing in der Stiegl Ambulanz. Für dieses Missverständnis bitten wir höflich um Entschuldigung.

Wenn die Namen Ibrahimovic und Ronaldo nicht so sehr ziehen, man zwar Fußball gucken, aber auch nebenbei feiern und tanzen möchte, sollte man am besten in die Pratersauna gehen. Ja genau, in die Pratersauna! Der Club hinten im Prater, sonst eher für die angesagtesten Electro-DJ’s bekannt, springt auf den Fußball-Zug mit auf, veranstaltet auch dieses Jahr wieder seine „EM-Sauna“.

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