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Facebook, LinkedIn & Co.

Soziale Netzwerke
Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke sind die Treffpunkte im 21. Jahrhundert, entweder man ist dort oder man ist es eben nicht. Haben wir Menschen in sozialen Netzwerken Vorteile oder sind wir einfach nur in diesen vertreten, weil wir uns produzieren wollen? 

Heutzutage gibt es soziale Netzwerke wie Sand am Meer, das bekannteste ist mit Sicherheit Facebook, das mittlerweile 750 Millionen Nutzer weltweit hat. Aber wenn man in einem sozialen Netzwerk vertreten ist, hat man mindesten ein zusätzliches Profil in einem anderen wie Xing.at, LinkedIn oder StudiVZ.net. Seit kurzem startete auch Google mit seinem sozialen Netzwerk Google+ durch. 

Es wird nicht das Letzte sein, das eingeführt wird, manche werden für weniger Aufsehen sorgen und andere werden gestürmt werden. In die zweite Kategorie fällt vermutlich das neue Projekt von J.K.Rowling pottermore.com, in dem man einen Aufnahmetest für Hogwarts bestehen muss, um danach in die Häuser sortiert zu werden. Für jeden Harry Potter Fan das ultimative Netzwerk, wollte man doch schon immer auf die Schule für Zauberei und Hexerei gehen. Doch was bringen diese Netzwerke, wenn sie uns denn etwas bringen. 

Der Nutzer legt vor der Netzöffentlichkeit sein gesamtes Leben entweder bewusst oder unbewusst offen. Niavarani hat es in einem seiner Kabaretts treffend formuliert, soziale Netzwerke sind die Stasi 2.0 nur auf freiwilliger Basis. So viel wie man heute von sich preis gibt, hat man früher nicht getan, dies kann einem auch schaden, wenn zukünftige Arbeitgeber sich das Profil ansehen, was sie heute tun. Vor allem die Jugend ist betroffen, so denkt sie doch nicht nach, was sie veröffentlicht und postet einfach alles was geht. Das blöde ist nur, das Internet vergisst nicht so schnell, einmal gepostet bleibt es im Internet für lange Zeit, auch wenn es eigentlich gelöscht ist. 

Xing.at wird als ein Karrierenetzwerk verstanden, dass aber LinkedIn aufgrund seiner Internationalität ein besseres Karrierenetzwerk ist, wird wenig erkannt. Nicht viele Nutzer kennen und nutzen LinkedIn, kein Wunder es wird auch Xing.at wenig genutzt. Die meisten User haben auf Facebook ein Profil, auf dem sie ständig anzutreffen sind. Ob dies beruflich hilft ist nicht ganz klar.

Social Media Experten meinen, dass sich Facebook nur für die Karriere eignet, wenn man keine Fotos, Videos raufstellt oder etwa spielt, sondern sich nur präsentiert. Damit der Spaß dabei nicht ganz verloren geht, denn diese Netzwerke bieten definitiv Unterhaltung, soll man sich lieber zwei Accounts bei Facebook anlegen, einen für private und einen für berufliche Zwecke. Besser ist es gleich die Karrierenetzwerke anzusteuern.

Die sozialen Netzwerke sind Unterhaltung und bieten Kontaktmöglichkeiten zu Freunden, die man schon lange nicht mehr gesehen hat. Aus dem Netzwerk können einem Vorteile entstehen, doch wann und wo kann man nicht sagen. Das neue Netzwerk Google+ ist momentan nur in der Betaversion vorhanden und daher kann man sich noch nicht einfach ein Profil erstellen, sondern benötigt eine Einladung von einem anderen, der schon in diesem Netzwerk vertreten ist. Obwohl wenig bekannt ist, wie Google+ wirklich funktioniert und wo es sich hin entwickeln wird, sind alle scharf wie die Geier auf eine Einladung zu diesem Netzwerk.

Ob die Zukunft in Google+ oder Facebook liegt wird sich zeigen, doch alle, die an diesen Netzwerken mit partizipieren, werden miterleben wo die Reise hingeht, wir sind ein Teil davon. Menschen, die nicht an diesen Netzwerken teilnehmen, können nur von außen zusehen und werden vielleicht irgendwann dazu bekehrt, sich doch diesen Netzwerken anzuschließen.

Isabella Schranz

Isabella Schranz | Ressortleiterin Technik, Games & Gadgets

isabella.schranz (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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