BÜCHERBÖRSE

Apps für Dein Studium

Apps für Dein Studium (c) CC

Das Leben ist kein Ponyhof und als Studierender schon gar nicht. Zwischen den Vorlesungen wartet meist eine Lerngruppe oder ein schlecht bezahlter Job. In der WG muss man sich mit Mitbewohnern herumschlagen und die Geldbörse ist auch meistens leer. Zum Glück gibt es ein paar nützliche Apps, die euch den Studentenalltag deutlich erleichtern können.

qando

Beginnen wir mit Kuh wie qando. Gerade wenn man neu in Wien oder Linz ist (oh ja, qando gibt’s jetzt auch für Linz), kann es schon mal passieren, dass man den falschen Bus, die falsche U-Bahn oder die falsche Straßenbahn erwischt und dann irgendwo im Nirgendwo ankommt. Wie bei einem NAVI könnt ihr ganz einfach euren Startpunkt und euer Ziel eingeben und qando spuckt euch dann eine Route aus. Außerdem sind alle Linien verzeichnet und ihr könnt euch ganz einfach eure eigene Route zusammenstellen, denn so gut qando auch meistens funktioniert, manchmal kann es passieren, dass der vorgeschlagene Weg umständlich ist oder einen langen Fußmarsch beinhaltet. Darum sollte man vor einer langen Reise in einen unbekannten Bezirk der Stadt mit Google-Maps abklären, ob die vorgeschlagene Route auch Sinn ergibt. Ob die App in Linz genauso gut, besser oder schlechter funktioniert kann ich leider nicht sagen, in Wien ist sie jedoch mein wichtigster Begleiter.

Flatastic

Wer hat mein Joghurt gegessen? Wer ist dran den Müll rauszubringen? Wer hat in meinem Bettchen geschlafen? In einer WG geht’s oft drunter und drüber und aus einer glühenden Diskussion kann schnell ein Inferno werden. Mit Flatastic könnt ihr eine Einkaufsliste und einen Putzplan erstellen, eure Finanzen regeln und allgemeine Informationen auf einer Pinnwand posten. Äußerst praktisch ist, dass ihr mit einem Klick einen Kassensturz machen könnt. Danach bekommt jeder eine Nachricht auf das Handy und eine Mail mit dem Betrag, den er oder sie zu zahlen hat oder noch von den anderen bekommt. Die Anmeldung funktioniert problemlos und ihr könnt eure Mitbewohner ganz einfach einladen.

Smart Voice Recorder

Wer kennt es nicht? Man geht zu einer Vorlesung, die Brust geschwellt voller Tatendrang, die Augen auf den Professor gerichtet, als sei man ein Adler, der seine Beute verfolgt. Und dann kriegt man fast nichts mit, weil man am Vortag zu lange „gelernt“ hat. Eine einfache Abhilfe gegen dieses Problem liefert Smart Voice Recorder. Mit dieser App könnt ihr ganz einfach alles aufnehmen, was euch in die Quere kommt. Außerdem habt ihr zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten und könnt das Aufgenommene sofort über zahlreiche Social-Media-Plattformen teilen. Natürlich sollte euer Handy über ein halbwegs brauchbares Mikrophon verfügen, sonst hört ihr am Ende nur ein dumpfes Wimmern. Ich nutze diese App sehr intensiv und bis jetzt ist es erst einmal vorgekommen, dass eine Aufnahme aufgrund eines Bugs unbrauchbar war.

RealCalc Scientific Calculator

Meistens braucht man in den Vorlesungen mit mathematischem Schwerpunkt keinen Taschenrechner. Hie und da kann es aber passieren, dass ein Professor auf die Idee kommt, seine Studenten etwas ausrechnen zu lassen, und dann hat man entweder keinen dabei oder versucht mit dem Minimalisten-Rechner auf dem Handy, komplizierte Gleichungen zu lösen. Mit dieser App werden solche Tage des Schreckens zu einem Artefakt der Vergangenheit. Die Optik erinnert an einen richtigen Texas Instruments Taschenrechner, wobei ihr diese mit der kostenpflichtigen Version um 2,99 Euro anpassen könnt, die Standard-Version reicht jedoch völlig aus. Der Funktionsumfang ist allemal ausreichend und für eine kostenlose App ohne Werbung einfach genial.

Stundenplan

Viele Studierenden bevorzugen einen Kalender aus Papier und vor jedem Semesterbeginn werden ein bis zwei Stunden damit verbracht, ihn auszufüllen. Wer darauf keine Lust hat, der sollte sich die Stundenplan App besorgen. Ja, das Ding heißt wirklich einfach nur Stundenplan. Optisch ist die App einfach gehalten und lässt sich sehr intuitiv bedienen. Ihr könnt dabei nicht nur euren Stundenplan speichern, sondern auch Hausaufgaben, Prüfungen, eure Noten, Fehlstunden und Ferien eintragen. Bei den Noten wird auch immer gleich der Durchschnitt ausgerechnet. Außerdem gibt es eine Benachrichtigungsfunktion, die bei kostenlosen Apps nicht selbstverständlich ist, welche euch an bevorstehende Prüfungen erinnert. Den Zeitpunkt und wie viele Tage vor der Prüfung ihr erinnert werden wollt, könnt ihr ganz einfach einstellen. Vielleicht werde ich dieses Semester mal auf Papier verzichten.

AnkiDroid

Mit dieser App könnt ihr Karteikarten für jedes beliebige Fach erstellen oder auf eine Vielzahl öffentlicher und kostenloser Stapel zugreifen. Je nachdem, wie gut ihr euch ein Wort oder einen Begriff gemerkt habt, könnt ihr die Zeit festlegen, die verstreichen soll, bis die Karteikarte erneut erscheint. Eine Statistik gibt euch außerdem Bescheid, wie es um euren Lernerfolg steht. Zurzeit gibt es über 6.000 öffentliche Stapel aus allen möglichen Bereichen. Äußerst praktisch ist, dass ihr eure Stapel auch auf dem PC üben könnt.

Speed Anatomy

Für die Medizin-Studierenden unter euch oder die, die es mal werden wollen, könnte Speed Anatomy interessant sein. Spielend leicht hilft euch diese App die lateinischen Begriffe der Knochen, Muskeln und dem ganzen anderen Gedärms zu erlernen. Ihr könnt euch aussuchen, ob ihr nur den Knochenbau oder zum Beispiel die Teile des Gehörs oder des Verdauungssystems lernen wollt. Dabei läuft ein Timer und ihr müsst vor Ablauf der Zeit auf das richtige Organ tippen. Je schneller ihr seid, desto mehr Punkte gibt es dafür. Ins nächste, schwierigere Level geht’s aber erst, sobald ihr eine gewisse Anzahl an Punkten erreicht habt. Diese App ist natürlich nicht nur für Mediziner, sondern jedem zu empfehlen, der etwas über den eigenen Körper lernen will. Und warum soll man Schweine mit flugunfähigen Vögeln bombardieren, wenn man stattdessen lernen kann, wo sich die Fossa Iliaca befindet und dafür auch noch 1.862 Punkte abstaubt!

Easy Access for Khan Academy

Salman Khan begann 2004 erstmals damit, Nachhilfe-Videos auf YouTube hochzuladen. Begonnen hat das alles, als er seiner Nichte Nachhilfeunterricht gab und seine Verwandten nach einiger Zeit ebenfalls um seine Hilfe baten. Seit 2009 gibt es nun das gemeinnützige Projekt "Khan Academy". Auf dieser Website findet ihr zahlreiche Videos über die verschiedensten Themengebiete wie z. B. Mathematik, Biologie, Chemie und vieles mehr. Mit "Easy Access for Khan Academy" habt ihr Zugriff auf alle Inhalte der Website. Wenn ihr zusätzlich Aufgaben lösen wollt, so funktioniert dies am besten über den PC. Natürlich sind alle Inhalte kostenlos. Das Konzept hinter "Khan Academy" funktioniert ähnlich wie bei Wikipedia und ihr könnt selbst dabei helfen, den Inhalt zu übersetzen oder auf Richtigkeit zu überprüfen.

TED

Nicht jeder hat das Privileg, mit einem zehnminütigen Fußmarsch von der Wohnung bis zur Uni zu kommen und die Playlist hat man nach etlichen U-Bahn-Fahrten auch schon zigmal gehört. Warum also nicht ein paar interessante Vorträge von klugen Menschen aus den verschiedensten Themenbereichen genießen. TED ist eine kleine aber feine App, die euch genau das bietet. Ihr könnt euch das Genre entweder aussuchen, oder auf den „Surprise Me“ Button klicken. Habt ihr auf "Surprise Me" gedrückt, so müsst ihr zunächst auswählen, welche Art von Video ihr sehen wollt. Also von Beautiful bis Jaw-Dropping und noch ein paar mehr. Danach werdet ihr gefragt, wie viel Zeit ihr zur Verfügung habt und im Anschluss daran werden euch Videos vorgestellt, die laut TED in die ausgewählte Kategorie fallen. Eine tolle Ergänzung ist, dass ihr die meisten Videos downloaden könnt. Das ist vor allem dann praktisch, wenn ihr mit der Bahn unterwegs seid und ein Tunnel nach dem anderen euer Netz stört, oder ihr einfach nur euer Datenguthaben schonen wollt. Die Download-Qualität lässt sich ebenfalls einstellen, damit euer Speicher nicht gleich voll ist. Wenn ihr wissen wollt, welche acht Vorträge Ben Affleck am meisten erstaunt haben, dann braucht ihr nur die "Guest Playlist" aufzurufen. Dort haben einige Berühmtheiten (wie Bill Gates) ihre Playlist hochgeladen. TED selbst bietet ebenfalls ein paar interessante Playlists wie z. B. "How does my brain work?" oder "How to live with robots".

 

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