BÜCHERBÖRSE

Die österreichische Antwort auf Facebook

Soziale Netzwerke sind der Trend unserer Zeit. Sankt Onlein (sic!) betitelt sich selbst als „die neue digitale Hauptstadt Österreichs.“ Seit März 2011 online, befindet es sich momentan noch in der Testphase und verzeichnet relativ wenige Mitglieder.

Zurzeit sind 4200 User vertreten, davon ist der Großteil weiblich. Das Design des Services ist leider nicht sehr ansprechend gestaltet, auch wenn es der Österreich-Bezug ein bisschen heimisch macht. Wer es ausprobieren möchte, braucht sich nur anzumelden.
Ein kleiner Gag der Registrierung ist, dass man nicht zwischen Mann und Frau wählt, sondern zwischen Bua und Madl. Man verwendet seinen richtigen Namen als Namen, man darf nur maximal einen Account einrichten und das Mindestalter ist 14 Jahre - aber jedes System lässt sich überlisten.

Sankt Onlein ist eine Mischung aus Facebook und Google+, denn es verfügt über Kreise und besitzt ähnliche Elemente wie Facebook. Es gibt drei Arten von Kreisen: den Intimen-Kreis - hier sind jene vertreten, die zu den engsten Freunden zählen -, Freunde und Familie als zweiten und Kontakte als dritten Kreis. Für alle Kreise kann man ein eigenes Profil-Foto vergeben und unterschiedliche Inhalte teilen.

Im Sankt Onlein gibt es 12 Gebote, die man befolgen muss, wenn man nicht aus dem Netzwerk fliegen will. Dabei handelt es sich um eine Art Höflichkeitsregeln. Man teilt mit „herzeigen“, gibt einen Kommentar mit „dein Senf“ ab und „gefällt“ wird mit „find i gut“ beschrieben. Im Gegensatz zu Facebook kann man in Sankt Onlein auch etwas mit „ned so meins“ nicht mögen.

Ob sich dieses Netzwerk durchsetzen kann, wird man allerdings erst sehen Alle, die sich selbst ein Bild machen wollen, können sich ja mal anmelden.

Isabella Schranz

Isabella Schranz | Ressortleiterin Technik, Games & Gadgets

isabella.schranz (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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