BÜCHERBÖRSE

Der Reiz des Monotonen

Der Reiz des Monotonen Blizzard Entertainment

Zwölf Jahre lang haben Fans auf eine Fortsetzung des unheiligen Hack-&-Slay-Kultspiels gewartet. Ist Diablo 3 ein höllischer Spaß oder doch nur des Teufels Werk?

 

Trotz Server-Ausfälle und zahlreicher bereits unmittelbar nach dem Start des Spiels gehackter Accounts wurden an nur einem Tag 3,5 Millionen Exemplare von Diablo 3 verkauft. Damit holte sich das Entwicklerstudio Blizzard Entertainment gleich mal den Titel für das am schnellsten verkauften PC-Spiels aller Zeiten.

Teufel, komm raus!

Die Story von Diablo 3 ist Nebensache und dient eher der Untermalung der sehr dichten und düsteren Atmosphäre: Der Spieler macht sich wahlweise als Barbar, Dämonenjäger, Hexendoktor, Mönch oder Zauberer auf, um den titelgebenden Fürst der Finsternis quer durch die mittelalterliche Welt Sanktuario zu jagen. Der Weg zum entscheidenden Endkampf ist steinig und gepflastert von Kerkern und Verliesen, die mit den Horden des Bösen gefüllt sind. 

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Spielerisch ist Diablo 3 eine Hack-&-Slay-Orgie wie eh und je: Die anstürmenden Dämonenhorden werden per Mausklick und Tastaturkürzel dezimiert, Erfahrungspunkte gesammelt und neue Ausrüstung gesammelt. Das ohnehin schon simple Spielprinzip wurde sogar noch vereinfacht, sodass man nicht einmal mehr die Kontrolle darüber hat, welche Fertigkeiten der Charakter erlernt. Generell scheint es, als ob die Entwickler von Diablo 3 spielerische Freiheit gegen ein reibungsloseres, ununterbrochenes Spielerlebnis eingetauscht hätten. Ein teuflischer Plan, der aufgegangen ist.

Monoton, aber gut
Denn die Qualität von Diablo 3 liegt – so widersprüchlich das auch klingt – gerade in seinem simplen Spielprinzip: Die endlose Jagd nach neuer und besserer Ausrüstung, dem nächsten Level oder der nächsten Erfahrungsstufe macht höllisch Spaß und wird dazu noch ansprechend präsentiert.

Dominik Brand

Dominik Brand | Redakteur

dominik.brand (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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