BÜCHERBÖRSE

Wie richtig machen?

Damit deine Bewerbungsunterlagen überzeugen können, müssen sie natürlich wahrgenommen werden. Viel Zeit für den ersten Eindruck bleibt dabei nicht – die meisten Recruiter verwenden auf die erste Durchsicht von Bewerbungsunterlagen nicht mehr als vier Minuten. Mit dem Anschreiben setzt du das wichtigste Signal, ob sich das Weiterlesen lohnt. Das Deckblatt ist im Rahmen der gängigen Bewerbungsstandards zwar nicht verbindlich vorgeschrieben, sorgt jedoch für wichtige visuelle und persönliche Akzente.

Das Anschreiben – kurz, aussagekräftig und konkret

Das Anschreiben ist der aufwändigste Teil der Bewerbung. Mit einem Standardbrief oder allgemeinen Floskeln ist es hier nicht getan. Für jede Bewerbung ist ein individuelles Schreiben nötig, das die Spezifik des Unternehmens und der ausgeschriebenen Stelle reflektiert. Natürlich benötigt das Bewerbungsschreiben eine klare Strukturierung, auch kurze prägnante Sätze sind ein Plus.

Im Bewerbungsschreiben geht es darum, die eigenen Stärken herauszustellen und dem Arbeitgeber den Mehrwert aufzuzeigen, der mit einer Einstellung verbunden ist. Du beantwortest darin die folgenden Fragen:

  • Wer bist du?
  • Was kannst du?
  • Warum bewirbst du dich gerade bei diesem Unternehmen?
  • Warum bist du für die ausgeschriebene Stelle besonders gut geeignet?

Dafür steht dir maximal eine A4-Seite zur Verfügung – die wichtigsten Anforderungen an diesen Text lauten also: kurz, aussagekräftig und konkret. Nach einer kurzen Vorstellung, möglichst mit einem Bezug zum Unternehmen und der ausgeschriebenen Stelle, sprichst du im Anschreiben ausschließlich deine Stärken an. Beispielsweise geht es nicht nur darum, dass du über Projekterfahrung, Teamfähigkeit oder Sprachkenntnisse verfügst, für den Personalentscheider ist vor allem interessant, in welchen Zusammenhängen (Praktika, Auslandsaufenthalte …)  du sie erworben hast.

Auch die Begründung für die Bewerbung bei diesem Unternehmen sollte so konkret wie möglich formuliert sein. Warum kannst du dich mit der Firma bzw. der Stelle identifizieren? Welche beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten strebst du in diesem Kontext an? Am Schluss des Anschreibens steht idealerweise nicht nur der Wunsch, sondern eine klare Aufforderung zur persönlichen Kontaktaufnahme.

Das Deckblatt – Individualisierung der Bewerbung

Das Deckblatt bietet Möglichkeiten zur Individualisierung der Bewerbung. Durch seine visuelle Gestaltung hast du die Chance, dich von der Masse der Bewerber abzuheben und deine Persönlichkeit herauszustellen. Der aktuelle Trend geht recht eindeutig zu Bewerbungsmappen, die mit einem Deckblatt optisch aufgewertet wurden. Auch in eine Online-Bewerbung kannst du ein Deckblatt integrieren. Passen sollte die Gestaltung dieser Seite allerdings sowohl zu dir als auch zu der angestrebten Position. Idealerweise steht eine Layout-Idee dahinter, die ein Gesamtkonzept vermittelt und auch damit einen professionellen Eindruck hinterlässt.

Dem Personalentscheider kann das Deckblatt eine zusätzliche Orientierungshilfe in deinen Bewerbungsunterlagen bieten. Üblicherweise enthält es:

  • Überschrift/Betreff – also die Referenz zu der ausgeschriebenen Position.
  • Das Bewerbungsfoto kannst du ebenfalls in das Deckblatt integrieren – an welcher Stelle und in welcher Größe, hängt von der Gesamtgestaltung der Seite ab. Das Foto kann auch – dann vielleicht als sehr aktueller Trend im Querformat – das dominierende Gestaltungselement des Deckblatts sein, sollte dann aber mit einem sehr professionellen Layout verbunden sein.
  • Deine Kontaktdaten – Name, Adresse, Telefon und E-Mail.
  • Inhaltsverzeichnis – eine Auflistung aller Bestandteile der Bewerbungsmappe.

Im Lebenslauf müssen Informationen aus dem Deckblatt – Kontaktdaten und ein Bewerbungsbild – nicht nochmals erscheinen. Du gewinnst also mehr Platz für die Präsentation deines beruflichen Profils.

Gibt es Argumente, die gegen ein Deckblatt sprechen?

Mit dem Deckblatt triffst du eine Entscheidung, dich Unternehmen auch in einer persönlichen Dimension zu präsentieren – Sympathiefaktoren inklusive. Der eine oder andere Recruiter könnte jedoch auch mit Antipathien reagieren. Zudem schätzen nicht alle Personalentscheider bei Bewerbern einen individuellen Auftritt oder betrachten ein Deckblatt beim Durchgehen der Bewerbung als zusätzlichen Aufwand. Das wichtigste Kriterium ist hier jedoch, ob deine Selbstpräsentation für dich persönlich stimmig ist.

Trotzdem passt das Deckblatt nicht zu jeder Bewerbung – und auch nicht zu jeder Bewerbungsmappe:

  • Bei einer gut strukturierten Bewerbung kann ein Deckblatt überflüssig sein.
  • Bei Bewerbungen mit sehr kurzen Lebensläufen und nur wenigen eingereichten Unterlagen erweckt die Seite schnell den Eindruck, dass sie die Bewerbungsmappe „blähen“ soll.
  • Bei dreiteiligen, aufklappbaren Bewerbungsmappen ist ein Deckblatt ungeeignet, da die Bestandteile der Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Anlagen) hier jeweils eine eigene Rubrik erhalten.
 

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