BÜCHERBÖRSE

Little Job of Horrors

Schuften im Archiv Foto: LWY | flickr
Schuften im Archiv

Man beachte die lauernden Anzeichen eines falschen Sommerjobs: Müdigkeit, Halluzinationen oder pure Langeweile am besten lauwarm und allein genossen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm: Ein Sprichwort, dass uns wie viele andere Lebensweisheiten auf Schritt und Tritt verfolgt. Wenn man aber an die mühselige Jobsuche für den Sommer denkt, dann fragt man sich was in diesem Fall „früh" heißen soll, und von welchem Wurm bitte die Rede ist? In der ganzen Sucherei fällt man von einer Dilemma Situation in die andere: Widme ich die Arbeit meinem Studium oder gar meinen Interessen um dann als kaffeetragender „Hilfswutzi" herumzulaufen und dafür ein blankes Konto am Monatsende zu bejammern – oder arbeite ich für Geld und mache Dinge, die ich mir sonst in meinen wildesten Träumen nicht vorstellen kann? „Absurd war unsere Durchfallstudie nach Mexiko im Sommer 2010. Sollten versuchen einen Durchfall durch Essen zu bekommen und mussten jeden Stuhl beschreiben." 

Holly Knolly c Barbara MairDen Award der nervigsten Inserate bekommen wohl solche für Promotionjobs.„Dein Sommerspaß ist uns 1.000 Euro wert!",steht dann da und verlockt einen zum näheren Betrachten. Die Arbeit besteht aus stundenlangem Werben von potentiellen Mitgliedern für Non-Profit-Organisationen mitten auf der Straße: Eine klassische Jobfalle. „Ich suche für meinen 18 Jährigen Sohn einen Sommerjob ab August als Küchenkraft..." 

Schließlich hat man entweder Glück und stößt auf ein interessantes Inserat, oder man geht von Haus aus mit ein bisschen Vitamin-B an die Sache ran und lässt sich einen Job von Papi besorgen. Natürlich ist auch das keine Erfolgsgarantie. Manchmal landet man trotzdem in einer Arbeit, die einem die Zehennägel aufstellt. Die beste Medizin ist Abhärtung, doch leider entfaltet diese ihre Wirkung erst nachjahrelangem Trainieren. Also, immer schön weiterhackeln!

Anne-Marie Darok

Anne-Marie Darok | Redakteurin

Musik, Mode und auch ein bisschen Film - solange Adjektive nicht verboten sind, wird gerne über das (fast) komplette Kulturspektrum berichtet

anne-marie.darok (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

 

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