BÜCHERBÖRSE

VIS: Die Preisträger

Die Jubiläumsausgabe war rundum ein voller Erfolg (c) VIS
Die Jubiläumsausgabe war rundum ein voller Erfolg

Sechs herausragende Tage im Zeichen des nationalen und internationalen Kurzfilms gingen am Sonntagabend in Wien zu Ende. „Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen“, freute sich die Festivalleitung von VIS Vienna Independent Shorts. „Wir hatten sehr viele überglückliche Gäste und mit David OReilly einen schillernden Stargast, der seinem Ruf mehr als gerecht wurde“, bilanzierte Daniel Ebner, der künstlerische Leiter. „Und die Wettbewerbe waren ebenso Publikumsrenner wie die Midnight Movies, das Konzept ist also rundum aufgegangen.“ Insgesamt konkurrierten 90 Filme in vier Wettbewerben um knapp 20.000 Euro an Preisgeldern.

Preisträger-Filme

Regisseur Fyzal Boulifa überzeugte die Jury mit dem britisch-marokkanischen Drama „The Curse“ über eine junge Frau in Marokko, die sich nach einer Liebschaft in der tiefen Kluft zwischen persönlicher Freiheit und gesellschaftlichen Moralvorstellungen gefangen sieht. Boulifa wurde mit dem mit 4.000 Euro von der Stadt Wien dotierten Wiener Kurzfilmpreis in der Kategorie Fiction & Documentary ausgezeichnet.

Zum besten österreichischen Film wurde „Hände zum Himmel“ von Ulrike Putzer und Matthias van Baaren gekürt, eine Beobachtung der Hansi-Hinterseer-Fanwanderung in Kitzbühel und für die Jury des nationalen Wettbewerbs ein „schöner Film in der Tradition des Cinema Vérité”. Der ASIFA Austria Award für den besten Animations- bzw. Experimentalfilm ging an Don Hertzfeldt mit „It’s such a beautiful day”. Als beste Regisseurin wurde Karolina Glusiec („Velocity“) ausgezeichnet, das beste Nachwuchswerk kommt von Kurdwin Ayub („Familienurlaub“).

„Metube: August sings Carmen Habanera“ (Musik: August Schram) von Daniel Moshel wurde zum besten österreichischen Musikvideo gekürt, Mihai Grecu erhielt das Arbeitsstipendium des Artistin-Residence-Programms von MQ/quartier21 im Wert von 1.000 Euro für „Exland“ und eine Jugendjury zeichnete „Wir fliegen” von Ulrike Kofler als besten Film im heimischen Wettbewerb aus. Der Publikumspreis für das beste internationale Musikvideo ging an Alma Har’el für „Fjögur Píanó” von Sigur Rós.
Der Jurypreis im Kurzfilmproduktionswettbewerb Night of the Light geht an „Impulse“ von Reinhold Bidner und Georg Hobmeier, der Publikumspreis an „Joghurt mit Wachs“ von Gabriel Tempea. „Das Wodka-Tagebuch“ von Marion Pfaus sicherte sich mithilfe des Applausometers den Prix Très Chic pour le film plus extraordinaire.

Bereits zum zehnten Mal ging das VIS in Wien über die Bühne. Seit 2004 wurden 2.391 Kurzfilme gezeigt und machte wie schon in den Jahren zuvor eines mehr als klar: VIS mag mutiges Kurzfilmkino, das herausfordert und wachen Auges die Welt betrachtet. Wir freuen uns auf das nächste Jahr!

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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