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Vier Illusionisten verzaubern im Kino (c) Concorde Filmverleih
Vier Illusionisten verzaubern im Kino

Ab 14. Juli kommt wieder ein wenig Magie in die Kinos. Die Geschichte rund um vier Showmagier und Illusionisten verzaubern das Publikum und das Kino mit richtig viel High-Tech-Zauber. Einfach Halbkriminelle, die während einer Show Diebstähle begehen. Ausgefeilt ausgefallen.

Der Film wartet an jeder Ecke mit neuen Überraschungen, unglaublichen Wendungen, bezaubernder Magie und Witz auf. Er ist mit Abstand einer der besseren Filme der letzten Jahre. Die Unfassbaren überzeugt mit Kreativität und Einfallsreichtum. Und dazu endlich wieder mal ein Originaldrehbuch. Es lassen sich nur schwer schlechte Worte finden, denn jeder Zuschauer spürt die Freude, mit der der Film gedreht wurde.

Die Handlung ist komplex, aber doch einfach nachvollziehbar. Einziges Manko, ist vielleicht die schiere Unmöglichkeit, von selbst das übergeordnete Handlungsrätsel des Films (oder einige der darin enthaltenen Tricks) zu lösen. Kein Hinweis, keine Gestik, Mimik oder Worte weisen auf das Ende hin. Man bleibt völlig überrascht im Kino sitzen und kann noch eine Weile nachdenken.

Der Film ist unglaublich ausgefeilt besetzt. Dabei schlüpft jedoch jeder der vier Hauptdarsteller in eine typgerechte Rolle: Jesse Eisenberg (The Social Network) ist gewohnt arrogant und selbstüberzeugt. Neben ihm steht Woody Harrelson (Zombieland), der ebenso in sein typisches Muster des chaotisch-psychopathisch Verrückten verfällt. (c) Concorde FilmverleihDave Franco (einigen vielleicht aus der überflüssigen 9. Staffel von Scrubs bekannt) ist wohl der am wenigsten überzeugendste Schauspieler, obwohl auch er erneut ein Hypercoolness-Image (mit Pseudo-Tiefgang) an den Tag legt. Isla Fisher (Shopaholic, The Great Gatsby) ist die vierte im Bunde und gewohnt sexy-überdreht.

Auf der anderen Seite stehen Mark Ruffalo (Hulk aus den Avengers) mit chaotischem Ehrgeiz und Mèlanie Laurent (Inglourious Basterds) mit sympathischer Coolness. Doch damit nicht genug. Uns beehren die Größen Michael Caine (Batman-Butler Alfred) und Morgan Freeman, mit gewohnt exzellenter Leistung.

Die Unfassbaren ist eine Liebeserklärung an die Magie und die Kunst der Illusion. Ein äußerst kurzweiliger Film und für absolut jeden empfehlenswert. Solches Kino wurde seit längerem vermisst. 

David Klotz

David Klotz | Redakteur und OCM

studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft 

sagt zu Kino niemals Nein und hasst Spoiler 

david.klotz (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: September 2012

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