BÜCHERBÖRSE

Zeit für Zitate

Zu viele Geschenke verderben das Fest. Bild: (c) Rainer Sturm/pixelio.de
Zu viele Geschenke verderben das Fest.

"Advertising has us chasing cars and clothes, working jobs we hate so we can buy shit we don’t need"

-Fight Club

Wie wahr diese Worte sind, ist uns meistens nicht klar. Dabei sollten wir gerade in der Vorweihnachtszeit darüber nachdenken, was wir da eigentlich machen. Wir kaufen ein Edelparfum für die Schwester, eine Designertasche für die Goli, den neuesten Plasma-Fernseher für den Freund, Reisegutscheine für die Eltern und weil man schon im Kaufrausch ist dann gleich noch hunderttausend Dinge, mit denen man sich selbst belohnt. Weil das Geschenke einkaufen ja so stressig und anstrengend ist. Natürlich ist es stressig und anstrengend, aber auch vor allem eines: unnötig. Versteht mich nicht falsch, seine Lieben mit Geschenken erfreuen zu wollen, ist eine schöne Sache. Aber meistens wird einfach nur übertrieben, jeder möchte den anderen mit seinem Geschenk übertrumpfen. Außerdem hat jeder schon, was er braucht, weil er es sich einfach selbst kaufen kann. Wir leben in einer Zeit, wo es echt anstrengend geworden ist, jemanden zu beschenken. Was kann jemand brauchen, der schon alles hat? Wer mit seinem Geschenk wirklich auftrumpfen möchte, sollte nicht hunderte von Euros ausgeben, sondern etwas Persönliches aussuchen. Davon hat der eigene Geldbeutel etwas und der Beschenkte weiß, dass man ihm wichtig ist und nicht einfach „shit we don’t need“ gekauft hat.

Birgit Mühl

Birgit Mühl | Redakteurin Feuilleton & Studentenleben

studiert Vergleichende Literaturwissenschaft und Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

ist heillose Optimistin

liebt Beistriche und hasst den Ausdruck "Grammar-Nazi"

birgit.muehl (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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