BÜCHERBÖRSE

Filmstart: The Wolf of Wall Street

Leonardo DiCaprio spielt den "Wolf der Wall Street" Jordan Belfort Bild: © Paramount Pictures
Leonardo DiCaprio spielt den "Wolf der Wall Street" Jordan Belfort

Zu Beginn des Films erklärt Jordan Belfort, verkörpert von Leonardo DiCaprio: "In dem Jahr, als ich 26 wurde, habe ich 49 Millionen Dollar verdient. Schöne Scheiße - 3 mehr und es wären eine Million Dollar pro Woche gewesen." Martin Scorseses "The Wolf of Wall Street" zeigt das Leben des Stockbrokers Jordan Belfort und wie er durch Korruption sowie dubiose Verkaufsstrategien so viel Geld macht, dass er es gar nicht mehr auszugeben weiß. So gehören neben dem Kauf von Yachten, Autos und pompösen Häusern der Konsum von Drogen und Prostituierten ohne Ende zum alltäglichen Leben Belforts.

Basis des Films: Autobiografie Jordan Belforts 

Basierend auf einer wahren Begebenheit der Neunziger, ist die unfassbare Geschichte des Films nicht erfunden, sondern nach der Vorlage von Jordan Belforts autobiografischem Buch mit dem gleichnamigen Titel entstanden. Dieser schrieb seine Geschichte nieder, nachdem er nur 22 Monate im Gefängnis saß, da er mit den Ermittlern kooperierte und die Namen seiner früheren, engsten Freunde an das FBI auslieferte. Somit entsprechen laut Belfort bis auf einige Details auch die schauerlichsten Szenen der Wahrheit: von „Zwergen-Zielweitschießen“ über Partys während der Arbeit inklusive Drogen und Prostituierten für alle Angestellten Belforts, bis hin zu Geld-Schmuggeleien in die Schweiz mittels an den Körper von Verwandten, etc. geschnallten Geldscheine.

Matthew McConaughey als Belforts Mentor

Was an der Wall Street zählt und wie man hier erfolgreich Geld macht? Zu den Erfolgsgeheimnissen eines guten Brokers bekommt Jason Belfort zu Beginn des Films eine Einführung seines Mentors, gespielt von Matthew McConaughey. In einem Nobelrestaurant über der Skyline New Yorks erklärt ihm dieser, während er selbst Kokain schnupft: Natürlich Kokain, Prostituierte und mindestens zweimal täglich masturbieren – nur so überlebt man an der Wall Street. In diesem Ton setzt der Film auch fort, eine schnelle Szene folgt auf die andere bis man nach 180 Minuten Drogenexzesse selbst wie im Delirium ist.

Wie er es an der Wall Street schaffen kann, hatte Belfort nach der Einführung seines Mentors schnell erkannt: Mit seinem Partner Donnie Azoff (Jonah Hill) startet Belfort seine eigene Firma "Stratton Oakmont" und verkauft sogenannte Penny Stocks an Leute, die glauben, mit dieser Investition ihre Schulden abbezahlen zu können. Das Geld der Leute landet so in Belforts Tasche. Auch als ihm später das FBI im Nacken sitzt, lässt sich Belfort nicht davon abhalten, weiter ohne Angst vor Konsequenzen zu leben und hitzige Motivationsreden an seine Angestellten zu richten.

Exzellente schauspielerische Leistung

Leonardo DiCaprio wurde für seine Rolle als Jordan Belfort nun mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Ob ein erster Oscar für ihn darauf folgt, wird sich zeigen, verdient hätte er ihn definitiv. Überzeugen kann auch Jonah Hill mit seinem dynamischen, energischen Auftreten in der Rolle des Donnie Azoff.

Starke Kritik in den USA

Scorseses als Komödie ausgezeichnetes Werk "The Wolf of Wall Street" stellte nicht nur einen Rekord auf, wenn es um das Wort "fuck" geht (es wurde 506-mal gesagt), sondern hat in Amerika auch deshalb für kontroverse Diskussionen gesorgt, da es laut Kritik den Betrüger Jordan Belfort glorifiziert darstelle. Wichtig ist jedoch, zu erkennen, dass in diesem Film Belforts Verhalten nicht verzeiht, sondern angeklagt wird, so Leonardo DiCaprio im Interview mit dem Online-Magazin Variety.

Fazit zum Film

Es ist ein Film der anderen Art, mit abstoßenden und dennoch komischen Elementen, der sich mit einem Thema beschäftigt, das seit dem Börsencrash alles andere als unbekannt ist und der es trotz seiner Länge sowie sich wiederholenden Drogenorgien schafft, zu unterhalten.

Daniela König

Redakteurin & Fotografin

daniela.koenig@unimag.at

Website: www.happytravels-puravida.com | Reisen, Food & Musik


 

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