BÜCHERBÖRSE

Filmstart: Monuments Men – Ungewöhnliche Helden

The Monuments Men Bild: (c) FOX
The Monuments Men

Am 07. Februar lief der neue Film von George Clooney „Monuments Men – ungewöhnliche Helden“ außer Konkurrenz auf der Berlinale. Und neben zahlreichen negative Kritiken hat der Film angeblich sogar für Buh-Rufe nach der Pressevorführung gesorgt. Was hat es nun also auf Sich mit dem neusten „Nazi-Drama“ made in Hollywood?

Sicher ist eines, dem Film mangelt es nicht an Stars. Neben George Clooney, der nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Regisseur, Produzent und Drehbuchautor des Weltkriegsdrama ist, lassen sich Hollywood-Größen wie Matt Damon, John Goodman, Bill Murray, Jean Dujardin und Cate Blanchett auf der Leinwand blicken.

Sicher ist außerdem, dass ein Film mit der Thematik Zweiter Weltkrieg aus Hollywood meist mit viel Pathos, amerikanischem Patriotismus, pädagogischem Zeigefinger, schwülstiger Musik und eher wenig historischer Genauigkeit arbeitet. Überraschend ist eher, dass genau diese doch vorhersehbaren Dinge für viele scheinbar äußerst erstaunlich waren.

Grundsätzlich basiert die Story des Films auf einer wahren Geschichte. Während des Zweiten Weltkrieges entstand auf Seiten der Alliierten eine Sondereinheit aus Kunsthistorikern, Restauratoren und Architekten mit dem Auftrag, die größten Meisterwerke der Kunst aus den Fängen der Nationalsozialisten zu befreien, vor ihrer Zerstörung zu retten und ihren Besitzern zurück zugeben. Eine besondere Aktualität erhält der Film durch die Tatsache, dass auch bis heute noch tausende Kunstwerke vermisst werden und erst vor kurzen in Bayern 1400 Gemälde einer angeblichen Privatsammlung entdeckt wurden, wobei der Großteil der Sammlung scheinbar Nazi-Raubkunst ist. Die heroische Mission bringt die „Monuments Men“ von England über Paris und Belgien nach Deutschland und Österreich. Und bis auf ein paar Todesopfer sind die Retter der abendländischen Kunst auch sehr erfolgreich. „Bis auf ein paar Todesoper“? - Ja! Und so lauten auch das Fazit des Filmes: Todesopfer müssen für die Rettung der Kunst in Kauf genommen werden. Neben der diskutierbaren Fähigkeiten von George Clooney als Regisseur ist es wohl eher dieses Fazit was für Kritik an dem Film sorgen sollte.

Neben alledem lässt sich aber die Kurzweiligkeit des Filmes nicht bestreiten. Vor allem Matt Damon sorgt in seiner Rolle immer wieder mit coolen Sprüchen für witzige Situationen. Alles in allem ist der Film „Monuments Men“ eine typisch amerikanische - aber durchaus unterhaltsame Helden-Geschichte - made in Hollywood.

Kinostart: 20. Februar

Julia Ernstorfer

Julia Ernstorfer | Ressortleiterin Studentenleben

julia.ernstorfer (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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