BÜCHERBÖRSE

The Ward

Der Großmeister des Horros, John Carpenter, ist mit seinem neuen Film „The Ward" wieder zurück auf den Kinoleinwänden. 

Der Meister der Finsternis ist zurück, diesmal mit dem klaustrophobischen Thriller „The Ward" mit Scream-Queen Amber Heard in der Hauptrolle. Und darum geht es: Kristen (Amber Heard) wird verhaftet, da sie Brandstiftung beganen hat. Die Gründe für ihre Tat sind nicht klar, die Polizei bekommt nicht viel aus ihr heraus, somit wird Kristen in eine Nervenheilanstalt gesteckt. Hier teilt sie sich einen speziellen Trakt der Klinik mit den anderen Patientinnen, der schüchternen Iris (Lyndsy Fonseca), der zu aufreizenden Sarah (Danielle Panabaker), der unangepassten Emily (Mamie Gummer), und Zoey (Laura Leigh), die immer noch denkt sie sei ein Kind. Schnell wird klar, dass es in der Nervenanstalt nicht mit rechten Dingen zugeht. Kristens Zustand beginnt sich zu verschlechtern, sie sieht Geister. Nach einiger Zeit ist sie überzeugt, dass es in der Anstalt spukt und die Leben aller in Gefahr sind. Sie versucht sich zu retten, indem sie aus der Anstalt ausbrechen will.

The Ward c Constantin Filmverleih 2John Carpenter erlangte mit den Filme „Halloween", „The Thing" und „Christine" Weltruhm. Außerdem gilt er als einer der Begründer des heutigen Horror-Genres. Mit dem Psychothriller „The Ward", kann er jedoch nicht an seine frühen Erfolge anknüpfen. Als Regiedebüt eines aufstrebenden Regisseurs, wäre der Film durchaus in Ordnung, doch von dem Meisterregisseur John Carpenter erwartet man einfach mehr. Die stagnierte Karriere von John Carpenter kann wohl auch „The Ward" nicht ankurbeln. 

The Ward c Constantin Filmverleih 4Bei „The Ward" fällt als erstes ins Auge, dass der Film tendenziell Zack Snyders „Sucker Punch" ähnlich ist. Auch hier sind einige Mädchen, alle natürlich bildhübsch, in einer Nervenanstallt gefangen. Wie in „Sucker Punch" fragt man sich auch bei „The Ward", was diese jungen unschuldig blickenden Mädchen eigentlich in einer Klinik verloren haben, in der es keine weiteren Patienten gibt und sie in einem extra Trakt untergebracht werden, wie Schwerverbrecher im Gefängnis. Noch dazu sehen die Mädchen in „The Ward" mit ihrem leichten Schulmädchentouch zum anbeißen aus. Carpenter baut in diesem Film ein Labyrinth aus düsteren Gängen, außerdem schafft er es durchaus, ein beklemmendes Gefühl aufkommen zu lassen, durch die Tatsache, dass die Mädchen in dem Trakt der Anstalt eingesperrt sind. Die Location ist zweifelsohne ideal für einen Horrorfilm. Auch Spannung kommt auf, doch trotzdem springt der Funke einfach nicht über. Der Film ist vorhersehbar und auch sein Ende ist nicht neu, man hat das alles bereits gesehen. Eine gruselige Stimmung kann einfach nicht entstehen, da geübten Horrorfilmsehern von Anfang an klar sein wird, wie die Geschichte sich entwickelt.

The Ward c Constantin Filmverleih 5Die Jungschauspieler die für die Rollen der Mädchen gecastet wurden spielen zwar überzeugend, werden aber komplett von Amber Heard verdrängt, denn die gesamte Aufmerksamkeit gilt ihr. Durch ihre Erfahrung im Genre, nimmt man ihr die geistig verwirrte Kristen glaubhaft ab. Doch eine gute Hauptdarstellerin hilft dem Film leider nicht viel. Wäre die Story etwas innovativer und weniger klischeehaft, hätte man mit dem Set des Films bestimmt mehr anstellen können. Trotzdem ist „The Ward" ein solider Horrorfilm, denn die Spannung bleibt bis zum Schluss, auch wenn man am Ende nicht wirkliche von einem „Wow-Effekt" sprechen kann. Sehenswert ist der Film für Horrorfans mit Sicherheit, denn vor allem der Soundtrack des Streifens kann überzeugen. Wer auf Horrorfilme ohne viel Blut und Folter steht, kann sich also getrost ins Kino trauen, um sich „The Ward" zu Gemüte zu führen.

Voraussichtlicher Kinostart (Deutschland) ist der 29.09.2011.

Bewertung: 6/10 Punkten

 

http://www.youtube.com/watch?v=H8a8AeiYQ7U

 

The Ward c Constantin Filmverleih 1Filmdaten

Regie: John Carpenter

Genre: Horror/Thriller

Land: USA

Jahr: 2010

Länge: 88 Minuten

 

Christina Schügerl

Christina Schügerl | Redakteurin

christina.schuegerl (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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