BÜCHERBÖRSE

Muggles, Tiere und Kreaturen - Harry Potter dreifach zurück in den Kinos

Harry Potter hoch 3: Typisch Warner (c) Warner Bros.
Harry Potter hoch 3: Typisch Warner

Inzwischen haben es einige schon gelesen: J. K. Rowlings Buch über die verschiedensten Kreaturen im Harry-Potter-Universum wird verfilmt. Für Fans wohl das Non-Plus-Ultra. Ein weiterer Film, eingebettet in die magische Welt der Zauberer und dann auch noch von der Autorin höchstpersönlich geschrieben. Es klang wie ein Märchen. EIN Märchen. 

Und was hören wir nun: Es werden ganze DREI Filme davon gemacht. Ein Buch - Drei Filme. Klingt irgendwie bekannt. Das Buch "Magische Tierwesen und wo sie zu finden sind", das als Vorlage dient und das Rowling bereits 2001 schrieb, umfasst ganze 54 Seiten. 54 Seiten. Das sollte man sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen. Erinnert doch stark an den Postillon, oder?
Aber im Prinzip hätte man es sich schon denken können, wenn man genauer hingeschaut hätte. Wie bei allen Harry Potter Filmen, wird das Ganze von Warner Bros. produziert. Und wer seine Bücher öfter auf der Kinoleinwand verfolgt, der weiß eines mit Sicherheit: Warner Bros. ist das Studio, das den Trend erfunden hat, Bücher (unnötigerweise) in mehrere Teile aufzuspalten. Es fing damals, 2011, eben mit unserem Freund Harry Potter an. Sofort erkannte man den lukrativen Geniestreich. Dass das gesamte "Splitten" die Fangemeinschaft spaltete, interessierte niemanden. Zum einen gab es da die schlichten Realisten, die später zu wutentbrannten Kapitalistenhassern ausuferten und die Filme als reine Geldmacherei enttarnten, zum anderen gab es da aber auch die verträumten Kernanhänger, die einfach nicht wollten, dass das Leinwanderlebnis jemals endete. 

Das Splitting wurde ohne viel Nachdenken an Folgen oder Akzeptanz von Warner Bros. weiter zelebriert. Es folgten zwei finale Teile von Twilight. Bereits hier schien nichts aber auch nur im Geringsten gerechtfertigt. Aber dann kam der Hobbit. Drei Teile müssten es sein, die 300-Seiten-Geschichte sein ja so umfangreich. Inzwischen schütteln auch Kritiker wie ich nur noch den Kopf und lassen weitere Zerstückelungen (wie aktuell bei "Mockingjay") einfach über sich ergehen und brodeln im Inneren. Ist doch aus etwas Schönes, wenn man die Lieblingsgeschichten umfangreicher im Kino ansehen kann. Völlig anders. Mit jahrelangen Pausen. 

Quelle: Variety

David Klotz

David Klotz | Redakteur und OCM

studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft 

sagt zu Kino niemals Nein und hasst Spoiler 

david.klotz (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: September 2012

 

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