BÜCHERBÖRSE

Filmstart: Ride Along

Filmstart: Ride Along (c) Universal Pictures

Ende April ist es wieder soweit: Zwei Typen gehen auf die Jagd nach den Bösewichten dieser Welt. Das hört sich im ersten Moment an wie "Bad Boys" oder "Rush Hour" und basiert tatsächlich auf demselben Konzept. Regisseur Tim Story ("Fantastic Four", "Denk wie ein Mann") hat zudem auch zwei passende Schauspieler für die Hauptrollen gefunden: Stand-Up-Comedian Kevin Hart ("Zwei vom alten Schlag"), der mit Story schon in "Denk wie ein Mann" zusammengearbeitet hat, sowie Rapper Ice Cube ("xXx 2 – The Next Level", "21 Jump Street"). Die beiden genannten Filme waren in vielerlei Hinsicht unterhaltsam, sowohl was Action, Spannung und Spaß angeht. Die Voraussetzungen für ein Spektakel sind also durchaus vorhanden, doch die Frage ist, was haben die Verantwortlichen daraus gemacht?

Handlung

Ben (Kevin Hart) ist überglücklich, wurde er doch gerade frisch in die Polizeischule aufgenommen. Das motiviert ihn, seine langjährige Freundin Angela (Tika Sumpter) heiraten zu wollen, doch es gibt eine Hürde. Angela beharrt darauf, dass er sich den Segen ihres Bruders James (Ice Cube) dazu holt. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn James kann Ben nicht einmal im Ansatz leiden. Und wie es der Zufall so will, ist James Polizist. Nachdem Ben nicht locker lässt, machen die beiden einen Deal: Ben darf einen Tag mit James auf Streife gehen, um ihm zu beweisen, dass er Angela beschützen kann. Es gibt nur ein Problem, denn Ben ist ein ziemliches Großmaul und ein Besserwisser zugleich. Er versucht James, welcher eigentlich auf der Suche nach dem Gangsterboss Omar ist, mit allen Mitteln zu beeindrucken. Doch das geht leider gründlich schief...

Achtung Spoiler: Was sich also alles nach einem vielversprechenden Kinobesuch anhört, entpuppt sich leider als eher unspektakulär. Der Film beginnt vielversprechend und spannend, allerdings hält sich das nicht sehr lange und es dauert bis eine halbe Stunde vor Schluss, dass es sich wieder lohnt, dem Geschehen auf der Leinwand mehr Beachtung zu schenken. Der Film hat eigentlich Potential, nutzt es aber nur selten. Das hat diverse Gründe: Die zwei Hauptdarsteller passen eigentlich gut zueinander, da sie beide das perfekte Gegenstück zum jeweils anderen sind. Auf der einen Seite Ben, der redet wie ein Wasserfall und sich bei James einschleimen will, auf der anderen Seite James, der meist schweigt und Ben auf den Tod nicht ausstehen kann. Doch die versuchten Gags und Sprüche zünden lange nicht und sind einfallslos. Das hat zur Folge, dass sich nur mäßig Spannung aufbaut und der Film vor sich hindümpelt. Er droht sogar völlig in die Belanglosigkeit abzustürzen, allerdings gelingt es Regisseur Story gerade noch rechtzeitig, den Film nicht völlig an die Wand zu fahren und bringt ein sowohl spannendes als auch spaßiges Finale auf die Leinwand.

>>Trailer<<

Fazit: Wer sich damit arrangieren kann, dass der Film in den ersten zwei Dritteln ein eher mäßiges Vergnügen ist, kann durchaus einen Blick riskieren. Denn eine Hoffnung auf Besserung besteht: Die Fortsetzung "Ride Along 2" ist schon angekündigt und soll in zwei Jahren ins Kino kommen. Halten sich die Macher an das letzte Drittel, kann es zu einem spannenden Kinoabenteuer werden.

Ab 24. April 2014 im Kino.

Jan Wälder


studiert eigentlich Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, belegt aber gerne auch den ein oder anderen Skandinavistik-Kurs.

 

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