BÜCHERBÖRSE

VIS Vienna Independent Shorts

Das 11. Kurzfilmfestival VIS startet am 23. Mai (c) Matthias Kobia/VIS
Das 11. Kurzfilmfestival VIS startet am 23. Mai

Von 23. bis 29. Mai verwandelt das Kurzfilmfestival VIS die Bundeshauptstadt in ein Mekka für Kurzfilmliebhaber und solche, die es unbedingt werden sollten.

In diesem Jahr begibt sich das Filmfestival auf die Suche nach dem „Radikalen“: In mehreren Programmen, u.a. mit neuen Partnerfestivals aus Bristol und Riga, widmet sich VIS dem wagemutigen, polarisierenden und politischen Kino der Außenseiter – und das im für viele Beobachter „unradikalsten Zeitalter der Filmgeschichte“, in dem selbst das Nicht-Mainstream-Kino stromlinienförmig daherkommt.

Die diesjährige Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Filmmuseum würdigt zu dessen 50. Jahrestag den Kurzfilm-Pionier Peter Konlechner und untersucht in kuratierten Programmen von Medienkünstler Robert Seidel das künstlerische Potenzial des Digitalen, während die neue Kooperation mit den Wiener Festwochen mehr als nur die gemeinsame Bespielung des Stadtkinos im Künstlerhaus darstellt. Die Zeit bis zum Festival wird mit wöchentlichen Kurzfilmen auf „Zeit Online“ sowie mit einem Gastauftritt des VIS-Publikumshits „PopPorn“ im Votivkino versüßt.

Musikvideopreis

Am 26. Mai wird im Rahmen der Screensessions zum zweiten Mal der Österreichische Musikvideopreis vergeben. Auf der Shortlist, die aus mehr als 100 Einreichungen ermittelt wurde, befinden sich Bands wie Kreisky, Bilderbuch, Naked Lunch, Velojet oder Ja, Panik, aber auch Newcomer wie Austrian Apparel, Konea Ra, Left Boy und Fijuka. Velojet steht als Live-Act bereits fest.

Ein Festivalschwerpunkt als Statement: „RADICAL“

Heute definieren wir „radikal“ nicht mehr zwingend als das „Kino der Empörung“, sondern eher mit dem Vermögen zu provozieren, zu polarisieren oder ästhetische, moralische, gesellschaftliche Fragen mit neuartigen und persönlichen Ansätzen zu verfolgen. Das radikale Kino ist heute direkt, brisant, politisch, ästhetisch und inhaltlich wagemutig, manchmal wuchtig, manchmal subkutan. Das Konzept des Dreiecksprogramms aus dem Vorjahr wird auch mit „Radical“ wieder aufgenommen: Während sich das Encounters Short Film and Animation Festival aus Bristol (UK) der politischen Radikalisierung auf filmischer Ebene annimmt, widmet sich das Riga International Short Film Festival einem geglückten TV-Experiment der frühen 1990er Jahre. VIS wiederum spürt auf ästhetischer Ebene der Idee eines subkutanen, also sich unter die Haut schleichenden Kinos nach. Alle drei Programme feiern in Wien Premiere und werden im Anschluss auch in Bristol und in Riga zu sehen sein.

Countdown zum Festival mit feschen Pornos und frischen Produktionen

Am 24. April bringt VIS den Publikumshit PopPorn Reloaded ins Wiener Votivkino. Parallel wird auch bereits fleißig an neuen Produktionen für das Festival gearbeitet. Die fünf Gewinner des Treatment-Wettbewerbs Night of the Light verfilmen derzeit Konzepte zum Thema Hochspannung. Die fertigen Filme feiern dann am 26. Mai im Rahmen der Night of the Light im Stadtkino im Künstlerhaus Premiere, zwei davon werden prämiert.

Alle Infos gibt es hier.

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
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