BÜCHERBÖRSE

Internationales Film Festival Innsbruck

Vom 27. Mai bis 1. Juni geht das IFFI über die Bühne
Vom 27. Mai bis 1. Juni geht das IFFI über die Bühne

Vom 27. Mai bis 1. Juni öffnen Kinos und Spielstätten ihre Leinwände für die 23. Ausgabe des Internationalen Film Festivals Innsbruck (IFFI).

Eröffnet wird das IFFI mit der friulisch-slowenischen Koproduktion „Zoran-il nipote scemo“ (Zoran, mein Verrückter Neffe), eine Komödie über ein Onkel-Neffen Verhältnis, das viel an Lebensphilosophie birgt und nahe bringt, dass Scheitern auch etwas Positives haben kann und Hoffnung birgt.

100 Jahre Indisches Kino

Der filmhistorische Schwerpunkt ist dem größten Filmland der Welt gewidmet. Indien feierte im vergangenen Jahr 100 Jahre Kino am Subkontinent. Der erste indische Film wurde am 3. Mai 1913 in Bombay vorgeführt. Es handelte sich um die Verfilmung einer Episode aus dem indischen Nationalepos Mahabarata. Das IFFI zeigt ein Dutzend Filme aus der Geschichte des Indischen Kinos, so wie es in Europa bekannt wurde. Der erfolgreichste aus dieser Serie ist „Pather Panchali“ (1955) vom bengalischen Autorenfilmer Satyajit Ray. "Wer das Kino von Satyajit Ray nicht kennt," schrieb der japanische Regisseur Akira Kurosawa anlässlich Rays Tod 1992, "lebt in einer Welt, in der es keine Sonne und keinen Mond gibt." Das IFFI stellt indische Filme aus verschiedenen Regionen, in verschiedenen Sprachen (natürlich mit Untertiteln) und aus verschiedenen Epochen vor.

IFFI Ehrenpreis

Auch der diesjährige Ehrenpreis ist einem Inder, Shaji N.Karun aus Kerala gewidmet und Shaji wird diesen Preis persönlich entgegennehmen und seinen jüngsten Film „Swapaanam“ (Voiding Soul) –ein Film über Trommeln und Tanz- im Internationalen Wettbewerb als Europapremiere vorstellen, in dem er sich mit anderen Spielfilmen aus Pakistan, Kuba, Mexico, Burkina Faso und Kasachstan für den „Filmpreis des Landes Tirol“ bewirbt. Einer der Juroren ist der italienische Filmregisseur Edoardo Winspeare, der seinen Film „In Grazia di Dio“ bei der diesjährigen Berlinale präsentierte.

Hommage

Die Hommage gilt der türkischen Regisseurin Yesim Ustaoglu. Das IFFI blickt auf über 10 Jahre ihres Filmschaffens, in dem sie sich mit der sozialen Realität in der Türkei und mit der Rolle der Frau in dieser traditionellen Gesellschaft beschäftigt. Das Familiendrama „Pandora’s Box“ (2008) hat den Hauptpreis des großen spanischen Filmfestivals in San Sebastian gewonnen.

IFFI Sprungbrett ins Kino

Es werden zwischen 27. Mai und 1. Juni über 40 Filme aus 20 Ländern gezeigt. Einige dieser Filme werden von ihren MacherInnen vorgestellt, mit denen auch Diskussionen vorgesehen sind. Ein Beitrag kommt aus Österreich von Tina Leisch. Sie hat in El Salvador ein Portrait über den Nationaldichter des kleinen zentralamerikanischen Landes, Roque Dalton, gedreht.

IFFI Campus

Seit der 22. Ausgabe des Festivals gibt es einen Campus für junge Filmtalente. Die eingeladenen IFFI RegisseurInnen geben ihre Erfahrungen weiter. Wie letztes Jahr ist der Tiroler Kameramann Christian Berger Stargast des Campus. Ein thematischer Schwerpunkt des Campus ist der Filmmusik gewidmet. Für diesen Zweck wird der Wiener Musiker Sir Tralala seine Erfahrung als Soundtrackkomponist mit anderen MusikerInnen teilen und während der Campuswoche Filmmusik zu konkreten Beispielen produzieren.

Weitere Informationen unter www.iffi.at

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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