BÜCHERBÖRSE

/slash Festival des fantastischen Films

/slash einhalb (c) Slash Festival
/slash einhalb

Grusel- und Fantasyfreunde aufgemerkt! Fans des Morbiden, Abgefahrenen und Schaurigen werden beim /slash Festival des fantastischen Film vom 18. bis 24. September voll auf ihre Kosten kommen.

Wer nicht bis zum Herbst warten kann oder mag, darf beim Special /slash einhalb bereits einen prüfenden Blick auf Teile des kommenden Programms werfen. Das Special startet nämlich nächsten Monat (1. bis 3. Mai) und stellt eine abgespeckte Version des Hauptfestivals dar. Beide Events finden im Wiener Filmcasino statt.

Programmschwerpunkte

Wie der im wahrsten Sinne reißerische Festivalname vermuten lässt, geht es auch im diesjährigen Programm ordentlich und explizit zur Sache. Insgesamt präsentiert das Festival eine bunte Auswahl verschiedener Genres von norwegischem Fun-Splatter über Independent Action aus Indonesien bis hin zu Asia-Arthouse. Für Kenner und Neulinge ist auf jeden Fall Einiges geboten.

Der erste Tag hat es dann auch kräftig in sich und endet furios mit einem Mitternachtsscreening von Dracula 3D und einem vorherigem Publikumsgespräch mit Regisseur und Ikone des Italo-Horros Dario Argento. Im Film bekommt man es mit einem fauchenden Thomas Kretschmann in der Titelrolle und einem manischen Rutger Hauer als niederländischer Vampir Jäger Van Helsing zu tun. Ist einem das zu altbacken oder zu gotisch, begibt man sich einfach einen Tag später in Under the Skin von Regisseur Jonathan Glazer, in dem Scarlett Johansson als extraterrestrischer Vamp in Schottland männliche Anhalter aufliest, vernascht und dann verschwinden lässt. Ist diese bildgewaltige Hirnmassage zu viel des Guten?

Freunde des zelebrierten Trashfilms dürfte bereits bei der Ankündigung von Dead Snow - Red vs. Dead der Mund geschäumt haben. Nach seinem Hollywood Abstecher (Hänsel und Gretel: Hexenjäger)  treibt es Tommy Wirkola im zweiten Teil seiner Nazi-Zombie Groteske dann völlig auf die Spitze, indem er den halbverwesten SS-Schergen eine Streitmacht von nicht minder verfaulten und untoten Sowjetsoldaten gegenüberstellt. Kinozuschauer mit starken Mägen und einem Sinn für das Sinnfreie sind hier 105 Minuten in den besten Händen.

Und das war jeweils nur ein Film von einem Festivaltag.
Für genauere Infos zu Programm, Eintrittspreisen und Filmen, klick hier.

Andreas Müllauer

Redakteur seit 2013

studiert  Theater-, Film- und Medienwissenschaften

liebt Filme, Hunde & macht "irgendwas mit Medien"

Mail an Andreas.Muellauer(ät)unimag.at

 

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