BÜCHERBÖRSE

VIS Vienna Independent Shorts: Programm

Das diesjährige Sujet des VIS (c) Design: Benjamin Hammerschick
Das diesjährige Sujet des VIS

Wenn am 23. Mai im Gartenbaukino die 11. Ausgabe von VIS Vienna Independent Shorts eröffnet wird, beschäftigt  sich Österreichs größtes Kurzfilmfestival zum dritten Mal in Folge mit den Rand- und Nischenbereichen von Welt und Kino. Heute wurde das Programm präsentiert. Und es ist umfangreicher und radikaler denn je: Bis 29. Mai werden mehr als 300 Filme gezeigt.

Als offizieller Medienpartner freuen wir uns, euch die vier Programmschienen und Specials kurz vorzustellen.

Fiction & Documentary / Internationaler Wettbewerb

Der Kurzfilm neigt zur Übertreibung und zur Verknappung, er kann in fünf Minuten erschüttern und in 25 Minuten schier unzählige Fragen aufwerfen, er kann intim sein und doch laut, er kann skurril sein und doch wahrhaftig – und manchmal ist er einfach alles zusammen. In der Sektion Fiction & Documentary treffen in fünf Programmen jährlich rund 30 herausragende internationale Spiel- und Dokumentarfilme aufeinander, die um den mit 4.000 Euro dotierten Wiener Kurzfilmpreis sowie einen Publikumspreis im Wert von 1.000 Euro konkurrieren. Zudem hat eine internationale Regisseurin die Chance auf den mit 750 Euro dotierten Elfi-Dassanowsky-Preis.

Animation Avantgarde / Internationaler Wettbewerb

Animation Avantgarde ist ein Teil des internationalen Wettbewerbsprogramms, der durch eine Programmpartnerschaft mit ASIFA Austria getragen wird. Animation Avantgarde konzentriert sich auf experimentierfreudige und Neuland eröffnende Werke und schlägt gleichzeitig Brücken zwischen Bereichen, die sonst oftmals in getrennten Welten existieren. Animation, Avantgardefilm und digitale audiovisuelle Kunst treffen in den unterschiedlichsten Ausformungen aufeinander: von non-narrativ bis erzählerisch, von abstrakt bis realistisch, von unterhaltsam bis fordernd, von intuitiv bis konstruierend, von subjektiv bis politisch. In den drei Programmen wird unter rund 35 Filmen der mit 2.000 Euro dotierte Hauptpreis sowie ein Publikumspreis vergeben.

Österreich Wettbewerb / Nationaler Wettbewerb

Auch wenn kommerzielle Kurzfilmproduktionen in Österreich derzeit nicht möglich sind, tut sich auf den Akademien, Kunstunis und Fachhochschulen sowie im unabhängigen Feld mittlerweile so einiges. Diesen steten Aufschwung des heimischen Kurzfilmschaffens verfolgt seit einigen Jahren der nationale Wettbewerb, in dem aktuelle Spiel-, Dokumentar-, Animations- und Experimentalfilme um 2.000 Euro Preisgeld konkurrieren – dotiert von der Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden. Zudem werden jährlich der mit 1.000 Euro dotierte VAM Nachwuchspreis und ein Publikumspreis ausgerufen.

Musikvideos / Nationaler und internationaler Musikvideo-Wettbewerb

Wie viel Potential im Musikvideo als Kunstform steckt, zeigen die Film und Live-Konzert verbindenden Screensessions im Rahmen von VIS. Für den Österreichischen Musikvideo-Preis in Kooperation mit dem Musikfilmfestival Poolinale und dem Musikinformationszentrum mica werden jene österreichischen Beiträge nominiert, die mit ihrer Verbindung von musikalischen und visuellen Elementen hervorstechen. Eine Jury mit internationaler Beteiligung vergibt schließlich einen Preis im Rahmen des Festivals, verbunden mit einem Live-Konzert von nominierten Bands bzw. Einzelinterpreten. Im internationalen Musikvideo-Wettbewerb wird ein Publikumspreis vergeben.

Fokus: RADICAL

Mit dem Fokusthema RADICAL beschäftigt sich VIS zum dritten Mal in Folge nach Pushing the Boundaries und Strange Days mit den Rand- und Nischenbereichen von Welt und Kino. Gemeinsam mit Partnerfestivals aus Bristol und Riga spürt man heuer den Wurzeln des RADIKALEN nach – und das im vielleicht unradikalsten Zeitalter der Filmgeschichte, in dem selbst das Nicht-Mainstream-Kino stromlinienförmig daherkommt.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Filmschaffen prägender Frauenfiguren, wie etwa Mariola Brillowska, die in der internationalen Animationsfilm und -kunstwelt eine außergewöhnliche Position einnimmt und der im Rahmen des Festivals gleich zwei ausführliche Programme, darunter eine Lecture, gewidmet sind.

Filmschaffende zu Gast

Als Artists in Residence werden das französische Multimedia-Duo Mihai Grecu und Thibault Gleize begrüßt, die in Wien u.a. an einem neuen Video arbeiten werden und bereits vorab dem Festival drei Trailer beschert haben.

In der Festivalwoche gibt es zudem ein buntes Rahmenprogramm, u.a. hält Produzent Luís Urbano eine Lecture zu europäischen Koproduktionen, US-Regisseurin Jennifer Reeder stellt ihren neuen Film im internationalen Wettbewerb vor, Schauspielerin Maria Hofstätter und Musikerin Violetta Parisini verstärken die Jury der von Michael Ostrowski moderierten Night of the Light. Und Regisseur Matt Porterfield, Comickünstler Nicolas Mahler und Filmemacherin Momoko Seto bestreiten eine Matinee in Kooperation mit den Wiener Festwochen.

Weitere Infos
auf der Homepage des VIS
Tickets sind ab sofort online erhältlich.
Timetable mit allen Spielstätten und Filmen.

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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