BÜCHERBÖRSE

2 Views on: Bad Neighbors

"Bad Neighbors" ab 8. Mai 2014 im Kino! (c) Universal Pictures
"Bad Neighbors" ab 8. Mai 2014 im Kino!

Geschrieben von Daniela König und David Carey

Heile Nachbarschaft? Davon können Mac (Seth Rogen) und Kelly (Rose Byrne) nur träumen. Sie leben als eine kleine Familie mit ihrem Baby in einer ruhigen, amerikanischen Vorstadt. Mit der friedlichen Umgebung ist allerdings schnell Schluss: Neue Nachbarn ziehen ein und zerstören jegliche Ruhe. Eine Studentenverbindung, angeführt von Teddy (Zac Efron), verwandelt das Vorstadthaus in eine Partylocation für Teddys Mitstudenten und treibt die jungen Eltern in den Wahnsinn.

Seth Rogen (Anchorman, Superbad, Beim ersten Mal), Zac Efron (High School Musical, Happy New Year) und Rose Byrne (Troja, X-Men: Erste Entscheidung, Brautalarm) werden unter anderem unterstützt von James Francos jüngerem Bruder Dave Franco (22 Jump Street, Now You See Me) und Lisa Kudrow (Friends). Regisseur Nicholas Stoller (Nie wieder Sex mit der Ex) schaffte eine unterhaltsame, absurde Komödie, die euch ab 8. Mai 2014 in den heimischen Kinos erwartet.

Wir durften "Bad Neighbors" schon vorab sehen und wollen euch zwei verschiedenen Sichtweisen auf den Film präsentieren, um euch einen umfangreichen und differenzierten Einblick zu geben:

Das war herausragend

David: Das Beste an "Bad Neighbors" ist, dass der Film darüber hinausgeht, was man von ihm erwartet. Er schockt uns, er bringt uns zum Lachen, und gleichzeitig vermittelt er eine versteckte Botschaft in Bezug auf unverantwortliche Eltern. Ihr Ziel mag es auf den ersten Blick sein, ihr Baby zu schützen, aber aus einer realistischeren Sicht neben all dem Humor kommt klar hervor, dass die beiden eigentlich keine Eltern sein sollten. Sie benützen den Konflikt, sich nicht mit der Tatsache auseinandersetzen zu müssen, dass sie noch nicht für ein Kind bereit sind. Vielleicht sind SIE die "Bad Neighbors".

Daniela: Zu Beginn des Films fühlt man noch mit der kleinen Familie, da Studenten das Nachbarhaus in eine Party-Residenz verwandeln, aber zum Schluss weiß man schon gar nicht mehr, wer die wahren "Bad Neighbors" sind. Immer deutlich wird im Laufe des Films, dass die Story nicht so einseitig ist, wie zu Beginn gedacht. Spätestens die Szene zum Schluss, wenn das Pärchen ihr Baby als "Heisenberg" von "Breaking Bad" für ein Foto verkleidet, fragt man sich, ob der Film nicht eher "Bad Parents" heißen sollte. 

Schauspielerische Leistung

David: Alle der Charaktere stellen Stereotypen erfolgreich dar, während alle der Schauspieler gleichzeitig humorvoll und glaubhaft auftreten. Es gelang den Filmmachern außerdem, den Rollen Tiefe zu geben, wo anfangs gar keine Tiefe vorhanden war.

Daniela: Die Auswahl der Schauspieler wurde goldrichtig getroffen und macht den Film zu einer unterhaltenden Komödie. 

Das war mies

David: Es tut fast schon weh, den Eltern zuzusehen, obwohl man weiß, das wurde absichtlich so gemacht. Trotzdem sitzt du im Kino und fragst dich, was sie auf einer Party machen, während ihr Baby allein im Haus schläft.

Daniela: Im Trailer nehmen die Macher schon einiges vorweg, was dazu führte, dass einige Szenen nicht mehr überraschten und somit der Effekt der Komik nicht mehr so gegeben war. Schade! Auch mehr Tiefe, vor allem bei den Charakteren des Pärchens, hätte nicht geschadet.

Die beste Szene

David: Die Jungs innerhalb der Studentenverbindung "brainstormen", wie sie Geld sammeln können, um ihre defekte Wasserleitung zu reparieren. Bis ihnen die glorreiche Idee kommt, Dildos selbst herzustellen und zu verkaufen. Der Moment der Idee wird wie eine Eingebung als sehr dramatisch dargestellt und macht das Ganze zu einer der witzigsten Szenen.

Daniela: Gleich zu Beginn die Szene, in der das Pärchen versucht, sich den neuen Nachbarn gegenüber streng aber gleichzeitig cool zu präsentieren, ist eine der besten. Wie ihr euch vorstellen könnt, klappt das nicht so ganz!

Wer sollte sich diesen Film anschauen

David: Studenten und junge Erwachsene haben wahrscheinlich den größten Bezug zu dem Film. 

Daniela: Junge Leute, die vielleicht selbst schon eine amerikanische Studentenverbindung erlebt haben, werden besondere Unterhaltung in diesem Film finden. Seth Rogen-Fans und auch weibliche Zuseherinnen, die sich an Zac Efrons extrem durchtrainiertem Körper erfreuen, werden nicht enttäuscht.

Ein wohl überlegtes Fazit 

David: Im Großen und Ganzen ist es ein guter Film, den man im voll besetzten Kino ansehen sollte, denn lachen ist ansteckend. Von Anfang an liefert die Komödie, was sie verspricht. Es könnte die beste Darstellung einer Studentenverbindung seit dem US-Kultfilm "Ich glaub´, mich tritt ein Pferd" sein.

Daniela: "Bad Neighbors" ist eine unterhaltsame Komödie mit guter Besetzung und durchaus realistischen Darstellungen einer amerikanischen Studentenverbindung. Wenn man sich den Trailer spart, kann man im Kino noch mehr lachen, da dieser leider viel vorwegnimmt.

 

Daniela König

Redakteurin & Fotografin

daniela.koenig@unimag.at

Website: www.happytravels-puravida.com | Reisen, Food & Musik


 

Log in or create an account

fb iconLog in with Facebook