BÜCHERBÖRSE

Filmstart: A Million Ways To Die In The West

Filmstart: A Million Ways To Die In The West (c) Universal Pictures

Seth MacFarlane, diesen Namen kennt man. Nun also erscheint das neue Werk des Family-Guy- und American-Dad-Schöpfers, die Westernkomödie „A Million Ways to Die in the West“, als zweiter Film nach „Ted“. War MacFarlane in der ersten Komödie noch als Teddybär unterwegs, ist er nun ohne Maske als Schafzüchter Albert zu sehen.

Handlung

Leider passt Albert nicht so ganz in die harte Realität des kleinen Nests „Old Stump“ am Ende der Welt: Seine Freundin (Amanda Seyfried) ist enttäuscht von ihm und verlässt ihn, da Albert ihr zu feige ist, lehnt er doch gewalttätige Auseinandersetzungen ab und legt sich immer zur falschen Zeit die falschen Worte in den Mund. Sie flüchtet sich in die Arme eines anderen Bewohners der Stadt (Neil Patrick Harris), von dem sie sich mehr verspricht. Doch nicht nur seine Freundin sieht nichts in ihm, eigentlich ist das ganze Dorf nicht allzu angetan von Albert. Einzig sein bester Freund Edward (Giovanni Ribisi) und dessen Freundin, die Prostituierte Ruth (Sarah Silverman), stehen an seiner Seite. Selbst Alberts Eltern sind ihrem Sohn gegenüber alles andere als fürsorglich und halten ihn für einen Verlierer. Eines Tages jedoch kommt die unbekannte, bildhübsche Anna (Charlize Theron) nach Old Stump und weckt in Albert neue Gefühle, die ihm Mut machen. Die beiden kommen sich mit der Zeit näher, doch es gibt ein Problem: Anna ist die Frau des berüchtigtsten Banditen weit und breit – Clinch (Liam Neeson). Sie vergisst allerdings, ihm das mitzuteilen...

Dauerlauf in Sachen Spaß

„A Million Ways to Die in the West“ ist, wie „Ted“, ein Dauerlauf in Sachen Spaß. Der Film kommt kaum auch nur eine Minute ohne irgendwelche Späße aus, sei es vom im Voraus meilenweit gegen den Wind zu riechenden Gags bis hin zu wirklich originellen Einfällen, es ist einfach alles dabei. Das einzige, was daran stört, ist die Dichte von sehr flachem Fäkalhumor, die leider sehr hoch ist, auch im Vergleich zum ersten Film „Ted“. MacFarlane, der bei diesem Film ebenfalls Regie geführt hat, ist in der Rolle des Albert zu Anfang gewöhnungsbedürftig, allerdings kann man sich schnell mit dem Schicksal des Helden arrangieren und recht gut mitfiebern, auch wenn seine Lage aufgrund seines bislang nicht vorhandenen Umgangs mit jedweden Schusswaffen reichlich aussichtslos erscheinen mag. Aufgrund der langen Laufzeit von 116 Minuten gibt es jedoch auch einige Längen. Zudem fällt es dem Film schwer, sich die ganze Zeit auf die Geschichte zu konzentrieren, denn leider fallen dann und wann Personen für einige Zeit unter den Tisch und es dauert, bis sie sich wieder auf der Leinwand einfinden. Schauspielerisch verlangt der Film den Darstellern nicht allzu viel ab, Liam Neeson als Bösewicht und Charlize Theron als dessen Frau und Alberts neue Lebensstütze spielen gewohnt souverän, Neil Patrick Harris füllt seine skurrile Rolle sowieso mit genügend Leben. Auch Silverman und Ribisi sind perfekt für ihre Rolle als seltsames Pärchen ausgewählt. Einzig und allein mit Hauptdarsteller MacFarlane muss man, wie schon erwähnt, erst einmal warm werden. Der beste Teil des Films kommt gegen Ende, da dieser sich sehr stark abhebt vom sonstigen Wilden Westen, mehr sei hier allerdings nicht verraten.

Fazit

Der Film ist insgesamt schwächer als „Ted“, was angesichts des wirklich vielversprechenden Trailers leider ein wenig enttäuscht. Allerdings kann man sich durchaus trauen, ins Kino zu gehen, denn es werden für jeden Lacher dabei sein – und das ist schließlich der Sinn dieses Films. Ein kleiner Tipp für alle, die sich den Film ansehen möchten: Bleibt bis zum Ende sitzen!

„A Million Ways to Die in the West“ läuft ab 29. Mai in den Kinos.

 

Jan Wälder


studiert eigentlich Publizistik- und Kommunikationswissenschaften, belegt aber gerne auch den ein oder anderen Skandinavistik-Kurs.

 

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