BÜCHERBÖRSE

Das war VIS 2014 – Die Preisträger

Die 11. Ausgabe von VIS Vienna Independent Shorts ging gestern zu Ende (c) Patrick Wally
Die 11. Ausgabe von VIS Vienna Independent Shorts ging gestern zu Ende

Sieben Tage lang hat sich VIS Vienna Independent Shorts dem Kurzfilm in all seinen Ausprägungen verschrieben. Gestern Abend ging die 11. Ausgabe von Österreichs größtem Festival für Kurzfilm, Animation und Musikvideo feierlich mit der Preisverleihung im Stadtkino zu Ende. Heuer besuchten rund 9.200 begeisterte Kurzfilmfans das VIS.

Besonders strahlen durfte auf der Bühne Christiana Perschon: "Noema", ihr Kurzporträt der alternden Malerin Tatjana Gamerith, die nach und nach ihr Augenlicht verliert, wurde gleich dreifach ausgezeichnet: Neben dem Preis der Jugendjury und dem Publikumspreis erhielt der Film den Wiener Kurzfilmpreis für den besten österreichischen Film, dotiert mit 5.000 Euro. "Mit formaler Konsequenz öffnet die Filmemacherin einen Raum für das Innenleben einer alternden Künstlerin", so die Jury in ihrer Begründung. "Entgegen jeder Dramatisierung sucht sie haptische Bilder und macht die Wahrnehmung der Künstlerin visuell erfahrbar."

Christiana Perschon und Tatjana Gamerith ("Noema")

Der mit 4.000 Euro von der Stadt Wien dotierte Wiener Kurzfilmpreis für den besten internationalen fiktionalen bzw. dokumentarischen Film ging an die polnische Kurzdoku "Leciec, nie leciec (To fly or not to fly)". Darin porträtiert Aniela Gabryel charmant Ornithologen, die auch die größten Strapazen auf sich nehmen, um Meisen, Eulen und andere Vogelarten aufzuspüren und zu bestimmen. Den Award für den besten Animations- bzw. Experimentalfilm sicherte sich "Ausnahme-Animationskünstler" (so die Jury) Michel Klöfkorn mit "x-xxx--xx--gewobenes Papier".

Zur besten Regisseurin im internationalen Wettbewerb wurde die US-Filmemacherin Jennifer Reeder für ihre Coming-of-Age-Variation "A Million Miles Away" gekürt, das Arbeitsstipendium des "Artist in Residence"-Programms von quartier21/MQ sicherte sich Atsushi Wada für "Anomalies". Das beste österreichische Nachwuchswerk ist "Schwitzen" von Iris Blauensteiner, der beste Hochschulfilm "Milchzähne" von Peter Brunner.

Den Österreichischen Musikvideopreis gewann Antonin Pevny für das Musikvideo "Maschin" der Band Bilderbuch; Jungregisseurin Lena Weiss wurde bei der Night of the Light für die Kurzdoku "Gatos de luz" sowohl Jury- als auch Publikumspreis zugesprochen.

Die Festivalbesucher kürten per Voting-Zettel ihre ganz eigenen Gewinner: Die Publikumsgunst sicherten sich neben "Noema" auch "Escort" von Guido Hendrikx, "Symphony no. 42" von Réka Bucsi und das Musikvideo "Our Lights" von Carl Roosens und Noémie Marsily für BRNS. Bei der mittlerweile zehnten Nacht des abstrusen Humors, "Très Chic", kürten die Zuseher per Applausometer "The Auteurs of Christmas" von Adrian Thiessen zum Sieger des Prix Très Chic pour le film le plus extraordinaire.

Lukas Fischnaller

Mag. Lukas Fischnaller | Chefredakteur
Twitter: @lukfis1

Kontakt: lukas.fischnaller(ät)unimag.at

Webseite: www.unimag.at
 

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