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Kill the Boss 2 - ab 28. November 2014 im Kino (c) John P. Johnson/Warner Bros. Entertainment Inc.
Kill the Boss 2 - ab 28. November 2014 im Kino

Filmrezension geschrieben von Daniela König und David Carey

Während sie im ersten Teil von "Kill the Boss" Mordpläne schmiedeten und gemeinsam an der Mission feilten, ihre Chefs ein für alle Mal loszuwerden, beschließen Nick (Jason Bateman), Dale (Charlie Day) und Kurt (Jason Sudeikis) in "Kill the Boss 2", selbst das Ruder in Richtung Selbstständigkeit in die Hand zu nehmen und ihre eigenen Chefs zu werden. Die perfekte Geschäfts-Idee dazu haben sie bereits: ein Duschkopf, aus dem nicht nur Wasser, sondern auch Duschgel, Shampoo und Conditioner fließen. Fehlt nur noch das nötige Kleingeld, um den so genannten "Shower Buddy" zu produzieren. Hier kommt Investor Burt Hanson (Christoph Waltz) ins Spiel. Dieser und sein Sohn Rex (Chris Pine) bringen die Pläne des Trios allerdings ganz schön durcheinander und wie im ersten Teil ist das Chaos perfekt. Was machen die drei, wenn die Situation ausweglos scheint? Richtig - dann wird ihr alter Gangster-Buddy Motherfucker-Jones (Jamie Foxx) um Rat gefragt! 

Neben den drei Hauptdarstellern Jason Bateman, Charlie Day und Jason Sudeikis, sind neben Jamie Foxx weitere altbekannte Gesicher des ersten Teils wie Horror-Boss Dave Harken (Kevin Spacey) und die sexsüchtige Zahnärztin Dr. Julia Harris (Jennifer Aniston) wieder mit dabei.

Wir haben uns den Film für euch vorab angesehen und geben euch in 6 Punkten eine kleine Vorschau darauf, was euch im Film erwartet:

Das war herausragend

Daniela: Unübersehbar ist die Harmonie zwischen den drei Hauptdarstellern, die sich auf die Filmrollen überträgt und diese positiv beeinflusst. Außerdem hat es mich gefreut, weitere bekannte Gesichter aus dem ersten Teil wiederzusehen.

David: Wie erwartet beschert den Zusehern das Trio wieder viele Lacher Dank witziger Momente. Auch aus dem ersten Teil bekannte Gesichter wie zum Beispiel die erotische Zahnärztin Julia (Jennifer Aniston) oder einer der Bosse, Dave (Kevin Spacey), mischen wieder mit und das ist gut so.

Das war echt mies

Daniela: Dadurch, dass bekannte Gesichter aus Teil 1 dabei sind, wiederholt sich allerdings manches in gewissem Maße und man hat das Gefühl, dass man die eine oder andere Situation schon kennt. Hier wäre mehr Einfallsreichtum in Bezug auf die altbekannten Charaktere wünschenswert gewesen.

David: Ich hätte mir gewünscht, dass mehr aus der Rolle von Christoph Waltz gemacht wird. Er spielt einen Bösewicht und diese Rolle hätte besser inszeniert werden können. Außerdem gibt es Momente, in denen Dale des Trios etwas übertrieben über den Bildschirm kommt, was dazu führt, dass er unglaubwürdig erscheint.

Schauspielerische Leistung

Daniela: Wie bereits erwähnt legt das Hauptdarsteller-Trio eine gute Perfomance hin. Neuzugang Chris Pine, der den Sohn des Investors spielt und ebenfalls eine Hauptrolle im Film einnimmt, spielt seinen Part überzeugend und wortwörtlich mit vollem (Körper-) Einsatz. Lediglich aus der Rolle von Christoph Waltz, der für seine skrupellosen Filmcharaktere bekannt ist, scheint nicht das volle Potential an möglichem Humor geschöpft worden sein. Schade, dabei haben sie sich einen Wahnsinns-Schauspieler ins Boot geholt. Diese Chance hätte noch mehr genutzt werden sollen!

David: Die drei Hauptdarsteller harmonieren sehr gut. Man merkt, dass sie viel Spaß miteinander haben und daher ist ihre Freundschaft im Film auch glaubwürdig.

Die beste Szene

Daniela: Motherfucker Jones-Szenen sind die besten! So konnte ich bei der Szene, in der sie im Auto sitzen und sich mit der Polizei eine "Verfolgungsfahrt" liefern, unter anderem am meisten lachen. Im Großen und Ganzen sind die Szenen leider aber nur durchschnittlich witzig.

David:  Gleich zu Beginn gibt es eine Szene, wo die drei Freunde live im Fernsehen ihren "Shower Buddy" präsentieren und seine Funktionsweise vorführen wollen. Natürlich läuft das nicht so glatt wie geplant. Kurt steht in der Dusche, doch als der Shower Buddy nicht angeht, kommt Dale zur Hilfe und versucht, das Gerät zu reparieren. Die Silhouette, die sich dabei in der Dusche spiegelt, macht aber einen ganz anderen Eindruck sexueller Art und Weise.

Wer sich den Film anschauen soll

Daniela: Alle Motherfucker-Jones-Fans und alle, die sich gut unterhalten wollen, aber nicht mit großen Erwartungen in den Film gehen, werden sich durchaus amüsieren.

David: Diesen Film schaut man sich am besten mit Freunden an, wenn man einfach einen leichten, unterhaltsamen Film sehen will.

Ein wohlüberlegtes Fazit

Daniela: Das Vorurteil, Teil 2 eines Films komme nie so richtig an Teil 1 heran, ist in diesem Falle berechtigt. Ein Teil von "Kill the Boss" hätte vollkommen ausgereicht, allerdings ist es trotzdem eine durchschnittlich unterhaltsame Komödie, die den ein oder anderen Lacher kostet. Sollte Teil 3 auch noch kommen, hoffe ich sehr, dass sie die Humor-Latte etwas höher anlegen! Eine sehr starke Gruppe von Schauspielern hat der Film ja.

David: Ich persönlich habe keine gute Fortsetzung erwartet, doch es ist kein schlechter Film. Die Story ist originell und wartet mit ein paar unerwarteten Szenen auf. Ist es ein Klassiker unter den Komödien, von dem du auch noch deinen Enkeln erzählen wirst? Natürlich nicht. Es ist kein Film, den man gesehen haben muss. Aber meiner Einschätzung nach ist es trotz allem ein unterhaltsamer Film für junge Erwachsene.

Daniela König

Redakteurin & Fotografin

daniela.koenig@unimag.at

Website: www.happytravels-puravida.com | Reisen, Food & Musik


 

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