BÜCHERBÖRSE

Spoilerfrei: Serena

Jennifer Lawrence und Bradley Cooper wieder vereint (c) Constantin Film
Jennifer Lawrence und Bradley Cooper wieder vereint

Diese zwei Gesichter kennt man doch! Everybody’s Darling Jennifer Lawrence und Bradley Cooper stehen (zum dritten Mal) gemeinsam auf der Leinwand und machen wirklich was her. Am 19. Dezember startet Serena in den österreichischen Kinos.

1929 in den Wäldern von South Carolina: George, der junge Besitzer eines Holzfällerimperiums ist in seinen besten Jahren und lernt plötzlich die ebenso junge, wie schöne und kluge Serena kennen und lieben. Die beiden fackeln nicht lange rum, heiraten und ziehen gemeinsam in die pittoreske Wildnis, von wo sie das Imperium mehr oder weniger gemeinsam führen wollen.

Serena braucht zwar einige Minuten zum entrollen, aber dann bannt der Film jeden in die Kinosessel. Besonders gelungen ist das Spiel zwischen stark komprimierten Dialog- und Handlungsszenen und den ruhigen, unglaublich schön-entspannenden Landschaftsbildern. Der starke Kontrast, der so gezeichnet wird, spannt einen enorm aufgeladenen dramaturgischen Bogen. Vielleicht ist Serena nicht ein Film völliger Überraschungen, aber gerade das bewirkt eine Sogwirkung, in ständiger Sorge um diverse Charaktere und Handlungsentwicklungen.

Wie üblich überzeugen die beiden Hauptdarsteller mit Glanz und Gloria. Beide spielen mit Inbrunst, die Chemie ist förmlich spürbar und Jennifer Lawrence ist in diesem Film wirklich erwachsen geworden. Weg mit dem langen Zopf und Hallo zu einer beeindruckenden Mischung aus Renee Zellweger (früher!) und Nicole Kidman (ebenfalls früher). Nicht nur optisch, sondern vor allem auch schauspielertechnisch erinnert sie besonders gegen Ende an außerordentliche Größen, mit weit mehr Erfahrung. Aber auch die Nebencharaktere sind lobenswert: Rhys Ifans (The Amazing Spiderman), Toby Jones (Captain America 2) oder Ana Ularu mit einem wirklich sehenswertem Großleinwand-Debut.

Serena ist ein äußerst spannendes und emotionales Drama, versetzt mit Witz und großangelegten (vielleicht zu „in-your-face-artigen“) Metaphern. Äußerst sehenswert kommt der Film etwas Indie-mäßig daher und stützt sich vollkommen auf den Charme der Hauptdarsteller. Das lastet für manche vielleicht auf der Geschichte, kann aber auch gefallen.

 

David Klotz

David Klotz | Redakteur und OCM

studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft 

sagt zu Kino niemals Nein und hasst Spoiler 

david.klotz (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: September 2012

 

Log in or create an account

fb iconLog in with Facebook