BÜCHERBÖRSE

Review: Baymax – Riesiges Robowabohu

Review: Baymax – Riesiges Robowabohu (c) Disney Animation Studios

Nach dem Welterfolg Frozen versucht Disney uns mit einem neuen Animationsfilm zu begeistern: Baymax – Riesiges Robowabohu ist ab morgen in den Kinos. Wir befinden uns in der dynamischen Stadt San Fransokyo (die heißt tatsächlich so) und folgen dem Held Hiro (auch der heißt tatsächlich so) auf seinem Weg durchs Leben und der Suche nach dem Sinn.

Baymax erzählt uns zunächst eigentlich nichts wirklich Neues. Die Hauptcharaktere werden abgesteckt und ein bis zwei tragische Schicksale werden dem Publikum plump entgegengeworfen („Ich weiß, dass Vater tot ist!“). Nach einigem Hin und Her ist dann der Weg frei für eine etwas originellere Geschichte: Hiro lernt nicht nur seinen pazifistischen Roboter kennen, sondern auch andere Hochintelligente und zusammen entdecken sie einen Super-Bösewicht, den sie mittels ihres Intellekts fassen wollen.

Gespickt mit nicht allzu vielen wirklich netten und humorvollen Witzen (von denen man fast alle bereits aus dem Trailer kennt) beginnt ein doch nah am Klischee gabautes Abenteuer. Samt Tiefpunkt, „Es lebe die Freundschaft“ und schnell geschnittener Trainings-Sequenz. Da bleibt einem auch im Kino nicht viel mehr übrig, als einmal durchzuschnaufen und das Unvermeidliche auf sich zukommen zu lassen.

Alles in allem ein netter Film, nicht wirklich originell, emotional mäßig aufgebaut, der einen durchaus zum Lachen bringt, aber das ganze Superhelden-Thema doch ziemlich einfallslos angeht.

Exkurs: Der Filmtitel

Da der Film an sich eigentlich nicht wirklich viel hergebt, sei hier der Platz genutzt um sich einmal über den Menschen aufzuregen, der in Deutschland sitzt und die Filmtitel von Disney-Animationsfilmen übersetzt. Da hat nämlich jemand ein Faible für mäßige Wortspiele entwickelt, drei Beispiele:

Big Hero 6 wurde zu Baymax – Riesiges Robowabohu
Frozen wurde zu Die Eiskönigin – völlig unverfroren
Tangled wurde zu Rapunzel – neu verföhnt

David Klotz

David Klotz | Redakteur und OCM

studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft 

sagt zu Kino niemals Nein und hasst Spoiler 

david.klotz (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: September 2012

 

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