BÜCHERBÖRSE

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Zwischen Anastasia und Christian knistert es gewaltig. (c) Universal Pictures
Zwischen Anastasia und Christian knistert es gewaltig.

Geschrieben von Julia Ernstorfer und Birgit Mühl.

Diese Buchverfilmung wurde mit Spannung erwartet, vor allem wegen ihres expliziten Inhalts. Aber kann Fifty Shades of Grey diesen hohen Erwartungen gerecht werden? UNIMAG hat den Film für euch vorab gesehen.

Das war herausragend

Julia: Fifty Shades of Grey ist eine Kombination aus Romantik und Erotik und somit der perfekte Film für den nächsten Mädlsabend. Der Film zeigt schöne Menschen an schönen Orten bei schönen (Zwinker) Tätigkeiten. Außerdem ist auch der Soundtrack zum Film von Danny Elfman wirklich sehr gut gelungen und schon jetzt nicht mehr aus meiner Playlist wegzudenken.

Birgit: Topbesetzung. Also da gibt es wirklich nichts zu meckern. Die Schauspieler wirken authentisch in ihren Rollen und sind von der zwischenmenschlichen Chemie perfekt aufeinander abgestimmt.

Das war echt mies

Julia: Leider liegt der Fokus des Films mehr auf der sich anbahnenden romantischen Liebesbeziehung und weniger auf den heißen Sexszenen. Und auch auf die Moral al a Hollywood hätten wir bei dieser Buchverfilmung verzichten können. Trotzdem war der Cliffhanger am Ende des Films mies. Selbst wenn man die Bücher gelesen hat und das Ende kennen müsste, will man (oder zumindest ich ;-)) nach den 125 Minuten noch mehr sehen.

Birgit: Bei der Story hakt es an allen Ecken und Enden. Das wird zwar durch eine gute Aufmachung, Inszenierung und Produktion versucht zu vertuschen, ganz gelingen will das aber nicht.

Schauspielerische Leistung

Julia: Die schauspielerischen Leistungen von Dakota Johnson (Anastacia Steel) und Jamie Dornan (Christian Grey) stehen bei der Verfilmung von Fifty Shades of Grey, wenn wir an dieser Stelle mal ehrlich zu uns sind, eher weniger im Vordergrund. Jamie Dornan überzeugt als ehemaliges Calvin Klein Model vor allem durch körperliche Attribute.

Birgit: Jamie Dornan als Christian Grey hat mich wirklich überzeugt. Er kann sowohl die charmante, schneidige Seite, als auch die psychischen Abgründe von Christian rüberbringen.

Die beste Szene

Julia: Für mich war der erste Kuss die beste Szene. Anastacia und Christian steigen gemeinsam in den Aufzug. Die Tür schließt sich. Er drückt Sie bestimmend an die Aufzugwand, die Hände über ihren Kopf und küsst sie leidenschaftlich…einfach eine „prickelnde“ Szene.

Birgit: Für mich war die beste Szene die, in der Anastasia Steele das Interview mit Christian Grey führt. Man spürt sofort die Spannung zwischen den beiden, was in den ersten Minuten des Films auf eine gute Umsetzung hoffen lässt.

Wer sich den Film anschauen soll

Julia: Wer die Bücher liebt, wird den Film zumindest in Ordnung finden. Allen anderen Fans von amerikanischen Hollywood-Liebesfilmen kann man Fifty Shades of Grey ohne schlechtem Gewissen ans Herz legen.

Birgit: Jeder, der das Buch gelesen hat, und sagen möchte: „Im Buch waren die Sexszenen viel besser beschrieben“ und alle, die auf seichte Unterhaltung mit Softpornoqualität stehen.

Ein wohlüberlegtes Fazit

Julia: Im Grunde ist Fifty Shades of Grey doch wieder ein typisch amerikanischer Liebesfilm (schüchternes Mauerblümchen wird von reichem sexy Junggesellen auserwählt.) gewürzt mit etwas mehr interessanten Sexszenen, wobei genau diese, im Vergleich zum Buch, für meinen Geschmack viel zu kurz kommen.

Birgit: Romantische Komödie trifft Softporno. Als seichte Unterhaltung für den Mädelsabend taugt Fifty Shades of Grey auf jeden Fall, zu viel darf man jedoch nicht erwarten - sowohl von den Sexszenen als auch vom emotionalen Tiefgang.

Birgit Mühl

Birgit Mühl | Redakteurin Feuilleton & Studentenleben

studiert Vergleichende Literaturwissenschaft und Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

ist heillose Optimistin

liebt Beistriche und hasst den Ausdruck "Grammar-Nazi"

birgit.muehl (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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