BÜCHERBÖRSE

Filmstart: Im Labyrinth des Schweigens

Filmstart: Im Labyrinth des Schweigens (c) Universal Pictures

Deutschland 1958: Wiederaufbau und Wirtschaftsaufschwung. Der junge Staatsanwalt, Johann Radmann (Alexander Fehling), kümmert sich als Neuling um Verkehrsdelikte. Eines Tages taucht der Journalist Thomas Gnielka (André Szymanski) im Gerichtsgebäude auf und sorgt für Aufruhr. Gnielkas Freund hat einen ehemaligen Auschwitz-Wärter wiedererkannt, der jetzt unbehelligt als Lehrer arbeitet. Er will, dass man ihn verhaftet, jedoch scheint sich niemand für den Fall zu interessieren. Niemand außer Johann Radmann, der anfangs auf viel Gegenwehr stößt und dabei nur von Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Gert Voss) unterstützt wird, denn auch er versucht seit Langem, die Verbrechen von Auschwitz aufzudecken. Bei der Recherche um die Gräueltaten von Auschwitz, wird Radmann immer mehr in den Fall hineingezogen und zerbricht fast daran, sieht nur mehr das Schlechte und zerstört beinahe seine Beziehung mit der reizenden Marlene Wondrak (Friederike Becht). Er irrt hinter dem Phantom Josef Mengele her und bringt dabei grauenhafte Tatsachen zum Vorschein. Was er letzten Endes an Licht bringt, seht ihr euch am besten selbst an.

Kritik

Am 19. Februar läuft der Film, mit großer Verspätung, auch endlich in den österreichischen Kinos an. Alexander Fehling liefert hierbei eine ausgezeichnete Schauspielerische Leistung ab und generell ist der Film durchaus gelungen. Nur im mittleren Teil zieht sich der Film etwas, wird aber gegen Schluss wieder spannend. Ein paar Mal wurde versucht, mit Traumsequenzen so etwas wie Horror beizumischen, der Versuch ist meiner Meinung nach aber gänzlich Misslungen und wirkte eher unpassend und aufgesetzt. Nichts desto trotz ist der Film, für ein historisches Drama, sehr gut in Szene gesetzt und unterhält sehr gut. Besser kann man die Thematik rund um Auschwitz kaum verpacken.

Wer sollte sich den Film ansehen?

Der zweite Weltkrieg und seine Folgen wurden ja schon zigmal behandelt, doch dieser Film hat eine interessante Herangehensweise. Unbedingt ins Kino muss man dafür nicht gehen, da man nicht wirklich was verpasst, empfehlen kann ich ihn aber ohne Vorbehalte. Vor allem für Schulklassen könnte er interessant sein, zumal ein historisch wichtiges Thema mit guter Inszenierung behandelt wird.

Beitrag geschrieben von Benjamin Bäck.

 

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