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Avengers – Age of Ultron (c) Marvel
Avengers – Age of Ultron

Die Avengers beseitigen die letzten Überreste der Hydra-Organisation und finden in einer ihrer Basen ein mächtiges Zepter, mit dessen Hilfe Tony Stark und Bruce Banner versuchen, ein Verteidigungssystem für die Erde herzustellen, genannt Ultron. Das geht natürlich mächtig schief. Ultron hat seine eigene Vorstellung einer perfekten Welt und versucht die Avengers auszulöschen.

Das war herausragend

Andreas: Die Action. Was auch sonst? Wenn Iron Man den aufgebrachten Hulk mit eigens aus dem Orbit eingeflogenem Equipment zurück in seinen nicht grünen Zustand prügelt, fliegen effekttechnisch die Fetzen. Im Gegensatz zum ersten Avengers lässt sich Regisseur Joss Whedon gar keine Zeit mit dem Kampfgetümmel und hetzt die Zuschauer von Actionszene zu Actionszene.

Benjamin: Technisch gibt’s bei dem Film einfach nichts zu bemängeln. Die Effekte sehen großartig aus und sind gepaart mit einer ausgezeichneten Soundkulisse. Ich hab mir den Film in IMAX angesehen und wurde richtig aufgesogen von der Leinwand. (Es war mein erster IMAX-Film) In einer Szene kämpft Iron-Man gegen Hulk. Das war einer der besten Kämpfe, die ich je gesehen habe.

Das war echt mies

Andreas: Getreu den Comics ist die Story freilich ziemlich abgehobener Unfug, das macht unter den Umständen aber gar nix. Einige (wenn nicht sogar alle) Marvel-Filme sollte man zum Verständnis aber geschaut haben, denn mit Charaktereinführung oder dergleichen hält sich Avengers: Age of Ultron überhaupt nicht auf und wirft förmlich mit Figuren aus allen Solo-Filmen der Heldentruppe um sich.

Benjamin: Wirklich mies fand ich eigentlich gar nichts. Sogar die Handlung war ziemlich logisch für einen Superhelden-Film. Nur die beiden Zwillinge, die als Gegenspieler auftreten, wirkten etwas blass, nicht nur was die Pigmentierung angeht, sondern auch in ihrer Rolle.

Schauspielerische Leistung

Andreas: Der Cast gibt sich diesbezüglich keine Blöße und so spielen die Marvel-Verteranen Evans, Hemsworth und Downey Jr. ihre Charaktere gewohnt selbstironisch, aber mit einer vom Comic entkoppelten Ernsthaftigkeit. Gerade die Figuren ohne Solo-Film werden in der Avenger Fortsetzung mit extra Charakterzeichnung bedacht. So bekommt Hawkeye einen Familienhintergrund, Black Widow eine Originstory und der Hulk ein Love Interest spendiert. Das hilft den Figuren und Schauspielern enorm und erweitert das bereits so ausgedehnte Marvel Cinematic Universe. James Spader gibt als androider Gegenspieler Ultron mit seiner hypnotischen Stimme übrigens endlich mal wieder einen brauchbaren Schurken.

Benjamin: Die Leistung der Schauspieler ist durchwegs solide. Chris Evans und Hemsworth haben sich seit den ersten Filmen ihrer Superhelden stark weiterentwickelt und verkörpern ihre Rollen authentisch. Robert Downey Jr. ist wie immer großartig und spielt Tony Stark gewohnt souverän. Nur die beiden Neulinge Elizabeth Olsen und Aaron Taylor-Johnson haben mich nicht wirklich überzeugt, was aber auch schwierig ist, wenn man die Fülle an Charakteren bedenkt, die dieser Film hat. Jeder Figur eine angemessene Charakterentwicklung zu geben wird dann schwierig.

Die beste Szene

Andreas: Der Höhepunkt der letzten Kampfszene. Jeder Avenger bekommt die Gelegenheit zu glänzen und in einem wahnsinnig intensiven One-Shot brennt Whedon action-technisch nochmal ein Feuerwerk ab.

Benjamin: Als sich Ultron das erste Mal den Avengers vorstellt, in seinem kaputten Roboter-Körper, demoliert durch das losreißen von den, wie er es beschreibt, Fäden, die ihn an die physische Welt gebunden haben. Diese Szene war richtig düster und hat mich total überrascht.

Wer sich den Film anschauen soll

Andreas: Comicfans und Kenner der Marvel-Filme. Für Einsteiger ist das 150 Minuten Werk eher zu unverständlich.

Benjamin: Leute die den Trailer schon toll fanden, können sich ohne Bedenken den Film anschauen und jeder, der auf Marvel- und Superhelden-Filme im Allgemeinen steht, sollte unbedingt in den Film reingehen. Gut gegen Böse, bombastische Effekte und eine kleine Liebesgeschichte alla „Die Schöne und das Biest“. Da sollte für fast jeden was dabei sein.

Ein wohlüberlegtes Fazit

Andreas: Popcorn-Kino in Reinkultur. Für den ganz großen Wurf ist das Ganze aber ein wenig zu albern und zu verworren mit den Storylines der anderen Marvel-Filme und leider fehlt dem Streifen auch ein wenig der infantile Witz des ersten Films. Dennoch perfekt geeignet, um einen unterhaltsamen Abend vor der Kinoleinwand zu verbringen.

Benjamin: Mich hat der zweite Teil nicht ganz so geflasht wie der erste, was wahrscheinlich an dem fehlenden WOW-Effekt lag. Es ist halt Gleiches vom Gleichen, was ich aber durchaus gutheiße, denn das Rezept funktioniert. Ich wurde in den 142 Minuten aufs Beste unterhalten, der Cast war super und die Effekte astrein. Er war insgesamt etwas weniger witzig als der Erste und bekam durch den düsteren Bösewicht eine schön schauderhafte Note. Age of Ultron ist im Vergleich zu allen anderen Marvel-Filmen auf jeden Fall ganz vorn mit dabei.

 

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