BÜCHERBÖRSE

Filmstart: Pitch Perfect 2

Die Barden Bellas geben alles bei der Weltmeisterschaft des A-Cappellas. (c) Universal Pictures
Die Barden Bellas geben alles bei der Weltmeisterschaft des A-Cappellas.

Die Bellas sind zurück!

a-ca-perfect! Pitch Perfect 2 ist das Upgrade eines lustigen Films, das wider Erwarten besser als der erste Teil ist. Die Geschichte verbindet gekonnt  die bereits aus Teil 1 liebgewonnenen Charaktere mit einer Storyline für neue Figuren.

Die vom Erfolg verwöhnte A-cappella-Gruppe der  Barden Bellas leistet sich einen öffentlichen Fauxpas und muss, um ihren Status wiederzuerlangen, bei den Weltmeisterschaften des A-Cappellas punkten. Ihre größte Konkurrenz ist dabei das deutsche Team Das Sound Machine.

A-capella ist cool

Pitch Perfect 2 beweist wieder, dass A-cappella nichts Altmodisches, sondern wirklich cool ist. Die Songauswahl ist noch besser gelungen als beim ersten Teil, mehr Musikrichtungen, mehr Mashups und mehr Power. Die Mischung aus aktuellen Songs und altbewährten begeistern jeden Musikfan. Nach der Kinovorstellung hat man bestimmt mindestens einen guten Ohrwurm und eine durch Musik ausgelöste gute Laune.

Gesangs- und Schauspieltalente

Anna Kendrick (Beca), Rebel Wilson (Fat Amy), Hailee Steinfeld (Emily) und Anna Camp (Aubrey) haben es nicht nur schauspielerisch drauf, sondern bringen auch stimmlich mit, was für diesen Film notwendig ist. Stimmen mit Wiedererkennungswert und das schauspielerische Talent um diese ausgefallenen und dennoch mehr als liebenswerten Charaktere darzustellen.

Klischeehafte Geschichte

Zugegeben, sehr einfallsreich war man bei der Geschichte nicht, aber der Film lebt sowieso viel mehr von der musikalischen Komponente und vom Wortwitz. Der Konkurrenzkampf mit dem deutschen A-cappella-Team Das Sound Machine arbeitet mit allen Klischees und Stereotypen, die man sich vorstellen kann, witzig ist es aber trotzdem. Schade ist, dass in der deutschen Synchronisation hier einiges verloren geht, was im englischsprachigen Original noch zusätzlich auf sprachlicher Ebene für lustige Momente sorgt. Fragwürdig ist in dieser Hinsicht auch die Besetzung für die deutsche Kommissar, die von der Dänin Birgitte Hjort Sørensen gespielt wird. Hätte sich hier nicht auch eine deutsche Schauspielerin finden lassen? Aber anscheinend reicht es, wenn der Akzent annähernd deutsch klingt.

Wo sind die Treblemakers?

Sehr schade ist, dass die Treblemakers in Pitch Perfect 2 nur eher nebensächlich sind. Waren sie im ersten Teil noch gleichwertig mit den Bellas dargestellt, bekommen sie in Pitch Perfect 2 nur wenig Spielzeit. Generell ist der Film etwas frauenlastig, was vielleicht mit der Zielgruppe zu tun hat. Eine ausgewogene Darstellung wäre bestimmt besser angekommen, vor allem weil die Treblemakers viele Fans haben. Für mich sind sie auch eigentlich die bessere A-cappella-Gruppe.

Fazit: Pitch Perfect 2 ist die perfekte Unterhaltung für einen gemütlichen Abend, die ein Lächeln im Gesicht zurückbleiben lässt. Es muss ja nicht immer ein anspruchsvolles 120 Minuten Drama sein.

Birgit Mühl

Birgit Mühl | Redakteurin Feuilleton & Studentenleben

studiert Vergleichende Literaturwissenschaft und Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

ist heillose Optimistin

liebt Beistriche und hasst den Ausdruck "Grammar-Nazi"

birgit.muehl (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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