BÜCHERBÖRSE

Filmstart: San Andreas

Filmstart: San Andreas (c) Warner Bros.

Das große Erdbeben an der San-Andreas-Verwerfung wird schon lange erwartet und wurde von etlichen Forschern bereits vorhergesagt. Hundert Jahre nach dem letzten großen Beben geschieht es dann und Pilot Tom (Dwayne Johnson) muss in diesem verheerenden Chaos seine Familie retten. Das erste Beben zerstört den Hoover-Damm, jedoch entdeckt ein Forscher-Team, dass dies bloß die Spitze des Eisbergs war. Noch viel größere Beben sollen folgen und der Geologe Lawrence (Paul Giamatti) versucht mit seinem Team die Öffentlichkeit auf die bevorstehende Katastrophe aufmerksam zu machen und die Menschen in Kalifornien davon zu überzeugen, so schnell wie möglich zu fliehen.

Kritik

Der Trailer sah ganz verlockend aus, wer jedoch mit der Filmographie von Dwayne Johnson vertraut ist weiß, dass er meist in aufpolierten Actionfilmen mit dünner Handlung mitspielt. Und so verhält es sich auch mit San Andreas. Die Effekte sehen größtenteils ganz gut aus, wobei das überschwemmte San Francisco einen geringen Studio-Vibe hat. Die Szene, wo ein riesiger Tsunami am Ende daherkommt, war richtig schön anzusehen und hat mich von er Inszenierung her überrascht. Die Effekte sind generell das stärkste an diesem Film.

Von der Handlung braucht man nicht viel erwarten. Der Vater arbeitet als Pilot und muss seine Familie retten. Ende! Wobei die meistbenutzten Sätze wie folgt lauten: "Oh mein Gott!" und "Was ist das", gefolgt von einer Erklärung alla Captain Obvious: "Das ist eine tiefe Felsspalte". Dazu gehören natürlich noch etliche Klischees und eine Liebesromanze und fertig ist das Drehbuch von San Andreas.

Die Schauspielerische Leistung ist ganz in Ordnung. Dwayne Johnson macht eine sehr gute Figur und man merkt, dass er sich in den letzten Jahren als Schauspieler weiterentwickelt hat. Der Rest vom Cast hat mich nicht ganz so überzeugt, aber mit derart miesen Dialogen kann wohl kein noch so guter Schauspieler was anfangen. Dennoch hat mich der Film unterhalten. Es ist halt ein seichter Film mit soliden Effekten und wer erfreut sich nicht an einstürzenden Gebäuden, Explosionen und Tsunamis?

Fans von Dwayne Johnson und Leute denen der Trailer gefallen hat, können sich den Film ruhig ansehen, erwartet aber nicht zu viel Tiefgang. Den Film genießt man am besten im Kino wegen den Effekten und der Soundkulisse. Dennoch verpasst ihr nichts, wenn ihr wartet bis die Blu-Ray rauskommt oder der Film im Free-TV ausgestrahlt wird.

 

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