BÜCHERBÖRSE

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(c) Universal Pictures
(c) Universal Pictures

Geschrieben von Michael Hinterseer und David Klotz

Die Minions sind los! Diesmal haben die gelben TicTacs mit Sprachstörung einen ganz eigenen Film bekommen, der die Zeit von tausenden Jahren b.G. (before Gru) erzählt. Natürlich kann man jetzt wieder motzen und die Sinnhaftigkeit des Filmes, der ja dann doch sehr offensichtlich als Cashcow für Merchandise in Form von Schultaschen, Aufklebern, Spielzeug, Unterhosen, Trinkflaschen und was man sonst noch alles im Haushalt braucht, funktioniert. Dafür ist er aber auch einfach zu lustig. Wir waren für euch im Film. 

Das war herausragend

Michael: Alles. Er ist witzig, gut gemacht, von Kindern bis zur Oma haben alle was zu lachen. Mehr muss man von einem Animationsfilm-Spinnoff auch gar nicht erwarten.

David: Die Dialoge. Schon irgendwie witzig, dass man den ganzen Hollywood-Schmant kapiert, auch wenn man kein einziges Wort versteht.

Das war echt mies

Michael: In diesem Film wird endlich offengelegt, was der wahre Grund der Ausrottung der Dinosaurier war: Karl. Ich finde es unverantwortlich, dass hier keine weiteren Schritte angedacht werden, juristische Konsequenzen aus dem belastenden Material zu ziehen. Hätte Karl aufgepasst, müsste Chris Pratt nicht im anderen Saal vor dem Indominus Rex davonlaufen.

David: Dino-Debatte hin oder her, den einen oder anderen Pups-Witz hätte man sich sparen können um die Zeit zu straffen. Die 91 gelben Minuten zwingen einen einfach irgendwann auf die Uhr zu schauen. Da kann man noch so oft über die Bananen lachen. Haha, die Bananen...

Schauspielerische Leistung

Michael: Man merkt, dass sich die Protagonisten viele Monate auf den Film vorbereitet haben. Sie haben nicht nur die Sprache gelernt, sodass auch ich als Native-Minion-Speaker kaum Akzente erkannt habe, sondern auch nach der Kunst des Method Acting, viele Wochen in Höhlen gelebt und sich von Bananen ernährt. Toll!

David: Tolle Besetzung! Am meisten hat mich aber die Queen begeistert. Dass die sich für so etwas begeistern lässt, hätte sich wohl niemand gedacht. Da kann sie Sandra Bullock echt noch eine Scheibe (John) Hamm abschneiden. 

Die beste Szene

Michael: Ach komm, was soll der Geiz: Alle waren gut. Der gelbe Typ der Napoleon wegbombt, der eine gelbe Typ den andern gelben Typ abschleckt und da wo alle anderen gelben Typen kommen, ja, das war super.

David: Bei Peter und der Wolf musste ich fast weinen.

Wer sich den Film anschauen soll

Michael: Jeder, der schon mal gelacht hat, Kinder und Bekiffte.

David: ... und überhaupt jeder, der nichts zu tun hat. Wenn man die ästhetische Aufarbeitung des tiefgründigen moralischen Grundkonflikts Gutes zu tun, in dem man Bösen hilft, versteht, präsentiert Minions ganz großes Kino. Oskar-Favorit – Mark my words.

Ein wohlüberlegtes Fazit

Michael: Ekki patamkala, potato naa tokadi do poktatolo. Kalimanomani mano chicka, yop la nobo lapanonoto. La banana e lakimalo toto. Meiboo se ki fatamoto un la poka. Se battati lokaa, lik a relli pemi okulela. Makkareno, stopa! La trona makka, yakitori mikola mi belas papaya.

David: Hello, Papagena.

 

David Klotz

David Klotz | Redakteur und OCM

studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft 

sagt zu Kino niemals Nein und hasst Spoiler 

david.klotz (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: September 2012

 

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