BÜCHERBÖRSE

Filmstart: Pixels

Wir schreiben das Jahr 1982, das goldene Zeitalter der Arcade-Spielhallen. Sam (Anthony Ippolito/Adam Sandler) und Will (Jared Riley/Kevin James) freuen sich schon tierisch auf die Eröffnung einer solchen Spielhalle in ihrer Nachbarschaft. Während Will sich lieber mit den Greifautomaten beschäftigt, wird Sam voll und ganz von den Arcade-Automaten in den Bann gezogen. Er wird so gut, dass er schon bald an der Arcade-Meisterschaft teilnehmen kann. Spiel um Spiel gewinnt er, jedoch muss er sich beim finalen Donkey-Kong-Match gegen seinen Kontrahenten Eddie "Fireblaster" (Andrew Bambridge/Peter Dinklage) geschlagen geben. Noch im selben Jahr wird eine Raumkapsel mit den größten Errungenschaften der Menschheit ins All geschossen. Darunter befindet sich unter anderem ein Video der Arcade-Meisterschaft.

Über dreißig Jahre später wird die Geschichte weitererzählt. Will hat es bis zum Präsidenten der Vereinigten Staaten geschafft und Sam, dem die damalige Niederlage noch immer zu schaffen macht, arbeitet als Fernsehtechniker bei der Firma Nerd-Brigade. Eines schönen Tages wird plötzlich die Erde von pixeligen Aliens angegriffen, die stark an die Videospielcharaktere längst vergangener Zeiten erinnern. Der Grund dafür: Eine Alienrasse hat die Raumkapsel entdeckt und das Video über die Arcade-Meisterschaft als Kriegserklärung verstanden. Wer als erster drei Runden gewinnt geht als Sieger hervor. Gewinnen die Aliens, wird die Menschheit vernichtet. Gewinnt die Erde, ziehen sich die Aliens wieder zurück.

Kritik

Pixels basiert auf dem gleichnamigen Kurzfilm aus dem Jahre 2010 von Patrick Jean. Der Film, der seit kurzem im Kino läuft, bekam ein Budget von 110 Mio. US$. Daraus lässt sich schon einiges machen und das sieht man dem Film auch an. Die Effekte sehen großartig aus und die optische Umsetzung der 2D Charaktere ins 3D ist vortrefflich gelungen. Das war’s dann aber auch schon mit den positiven Aspekten.

Die letzten Filme von Adam Sandler sowie von Kevin James waren schon fürchterlich anzusehen und Pixels muss sich leider ebenfalls zur Riege dieser Misserfolge gesellen. Dabei fängt der Film ganz gut an. Die ersten zwanzig Minuten war ich noch voller Hoffnung auf einen unterhaltsamen Kinobesuch. Danach merkt man lange nichts von den infantilen Witzen und der unlogischen Story, weil man durch die hochwertigen Effekte vollkommen geblendet ist. Irgendwann macht sich aber ein Gefühl der Unzufriedenheit breit und man hofft nur noch, dass der Film bald ein Ende findet.

Die kreativen Elemente des Kurzfilms von 2010, welche teilweise eins zu eins übernommen wurden, waren das Höchste an kreativem Schaffen, das der Film zu bieten hatte. Mehr ist den Schreiberlingen anscheinend nicht eingefallen. Am krassesten fand ich, dass die eigentliche Zielgruppe sogar lächerlich gemacht wird, indem man Leute die Videospiele zocken als Loser darstellt, die im Leben nichts auf die Reihe kriegen. Oh, es sei denn die Welt wird von Arcade-Aliens angegriffen. Dann hat die ganze vergeudete Zeit, die man vor der Konsole verbracht hat, endlich einen Zweck. (Sinngemäßes Zitat aus dem Film)

Die Leistung der Schauspieler fand ich eigentlich ganz OK aber die Handlung war von vorn bis hinten gefüllt mit Logiklücken wie ein Schweizer Käse. Es wurde kurz einmal Versucht ein bisschen was zur Vita der Aliens beizutragen, das beschränkte sich aber leider auf einen einzigen Satz, der nicht einmal Sinn ergab.
Es ist wirklich Schade, was letzten Endes aus Pixels geworden ist. Die kreative Vorlage und das immense Budget ließen auf mehr hoffen. Was bleibt ist jedoch Enttäuschung.

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