BÜCHERBÖRSE

Filmstart: Dating Queen

(c) Universal Pictures Judd Apatow und Amy Schumer
(c) Universal Pictures

Amy Schumer kennt man normalerweise als Stand-Up-Comedienne oder aus der Serie Inside Amy Schumer. Jetzt will sie auch auf die große Leinwand und hat das Drehbuch gleich mitgeliefert.

Dating Queen erzählt die Geschichte von Amy Townsend (Amy Schumer), die schon als Kind von ihrem Vater lernte, dass Monogamie nicht funktioniert. Deshalb poppt sie sich von einer Beziehung in die nächste. Ihre jüngere Schwester Kim (Brie Larson) ist das genaue Gegenteil. Die führt nämlich eine intakte und langweilige Ehe mit Kind und allem was dazu gehört. Eines Tages bekommt Amy von ihrer Chefin (Tilda Swinton) den Auftrag, einen Artikel über den Sportmediziner Dr. Aaron Conners (Bill Hader) zu schreiben. Da sie mit Sport so gar nix am Hut hat, erklärt sie sich nur widerwillig und mit Aussicht auf eine Beförderung bereit, den Artikel zu übernehmen. Nach dem ersten Interview und ein paar Drinks in einer Bar findet sich Amy in Dr. Aarons Wohnung wieder. Genauer gesagt in seinem Bett und wider allen selbstauferlegten Regeln bleibt sie sogar bei ihm über Nacht. Das Unausweichliche folgt und sie verliebt sich in ihn. Dabei begibt sie sich auf einen Selbstfindungstrip und muss die eine oder andere Lebenseinstellung nochmals überdenken.

Kritik

Ich war sehr gespannt auf den Film, da ich Amy Schumers Leistung als Comedienne sehr schätze. Der Trailer ist schon lustig und vom Film wurde ich nicht im Geringsten enttäuscht. Man merkt, dass sie das Drehbuch selbst geschrieben hat, denn die ersten Minuten des Films könnte man sich die restlichen Schauspieler und Kulissen wegdenken und die meisten Gags würden wahrscheinlich immer noch funktionieren. Und das ist auch die große Stärke des Films, denn die Dialoge sind gut geschrieben und der Humor kommt auf keinen Fall zu knapp.

Ein wahres Highlight waren die Szenen mit John Cena, dessen Dialoge mir die heftigsten Lacher entlockten. Bill Hader als Love-Interest fand ich aber sehr unsympathisch. Ich weiß nicht ob meine Abneigung ihm gegenüber unter Umständen subjektiv motiviert ist, oder ob die Dialoge, die den obligatorischen Streit vor dem Happy End provozierten, einen etwas zu soziopathischen Vibe vermittelten. Letzten Endes wollte ich als Zuschauer nicht, dass Amy mit ihm eine Beziehung hat. Abgesehen davon waren die restlichen Darsteller ausgezeichnet.

Mit 124 Minuten zählt Dating Queen nicht gerade zu den kürzesten Filmen und das ist einer der wenigen aber, meiner Meinung nach, größten Kritikpunkte. Ein großzügigerer Cutter wäre hier von Vorteil gewesen. Vor allem im letzten Drittel zieht sich der Film stark in die Länge, da hier auch die Gag-Dichte etwas nachlässt.

Ansonsten kann ich den Film nur jedem empfehlen. Das was Amy Schumer hier abliefert ist eine tolle Komödie mit kleinen Schönheitsfehlern, die nur wenig stören. Rein mit euch ins Kino! Dort ist sicher eine Klimaanlage.

Ab 13. August nur im Kino

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