BÜCHERBÖRSE

Jane Eyre – eine Neuverfilmung

 

jane Eyre FocusFeaturesDie selbsternannte Autobiographie von Charlotte Brontë wurde nun wieder verfilmt. Diesmal vom „Sin Nombre“ Regisseur Cary Fukunaga, mit Mia Wasikowska als Jane Eyre.

Das Leben der Jane Eyre

Jane Eyre ist die Geschichte eines Waisenmädchens, dass bei der Tante aufwachsen muss und von deren Kindern regelmäßig geschlagen und gehänselt wird. Schlussendlich schickt man sie auf ein Mädcheninternat, das sie nach ihrem Abschluss als Gouvernante wieder verlässt, um in Thornfield ein französisches Mädchen zu Unterrichten. Dort entwickelt sie eine Zuneigung zu ihrem Hausherren, Mr. Rochester, der ihr nach einiger Zeit auch seine Liebe gesteht. Doch dieser birgt ein Geheimnis, das kurz vor deren Hochzeit ans Licht kommt, was Jane veranlasst, aus Thornfield zu fliehen. Schutz findet sie bei einem Vikar und beginnt als Lehrerin in einem Nachbardorf zu arbeiten, ist jedoch mit den Gedanken immer noch bei ihrem ehemaligen Verlobten. Als sie eines Tages seine Hilferufe hört, eilt sie zurück nach Thornfield.

Jane Eyre Focus Features2Vergleiche des Films mit dem Buch

Es ist fast das ganze Leben des Mädchens Jane Eyre im Buch beschrieben. Manchmal verlaufen die Ereignisse zu schnell und manchmal wiederum sehr langsam. Dies alles in einen Film von 115 Minuten unterzubringen, ist sehr schwer, beinahe unmöglich. Auch in Fukunagas Verfilmung werden bestimmte wichtige Ereignisse nur angeschnitten und wenn man eben eine halbe Minute nicht aufgepasst hat, versteht man die Hälfte der Geschichte nicht mehr. Auch werden einige wichtige Passagen, die sehr prägend für Jane Eyres Charakter sind, einfach ausgelassen. Jedoch sind die Rückblenden hilfreich, um den Zuschauer wieder auf den richtigen Pfad zu bringen. 

In dem Buch ist es eine selbstbewusste Frau, die alles erlebt. Mit der Besetzung von Mia Wasikowska beweist diese, dass sie auch mehr kann, als nur die kleine Alice spielen, jedoch kommt sie als Jane Eyre eher schreckhaft bis zierlich rüber. Für die Rolle des teilweise arroganten, geheimnisvollen und leidenschaftlichen Mr. Rochester gäbe es wohl keinen besseren als Michael Fassbender, der in voller Länge überzeugt, selbst als alter Mann mit Backenbart.

In den Nebenrollen findet man auch Judi Dench und Jamie Bell, die man auch nicht ungenannt über ihren Beitrag bei diesem Film lassen sollte.

jane-eyre Focus Features1In den deutschen Kinos erst ab 1. Dezember

Im großen und ganzen ist es aber doch ein gelungener Film, wenn man bedenkt, wie schwer es sein kann, ein Buch zu verfilmen, das mehr als doppelt so viele Seiten hat wie der Film Minuten. Jedoch müssen sich die Deutschsprachigen Länder noch ein wenig gedulden, da er dort erst am 1. Dezember in die Kinos kommt.

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