BÜCHERBÖRSE

Filmstart: The Huntsman and the Ice Queen

Verbotene Liebe: Eric (Chris Hemsworth) und Sara (Jessica Chastain) (c) Universal Pictures
Verbotene Liebe: Eric (Chris Hemsworth) und Sara (Jessica Chastain)

Die Vorgeschichte zu "Snow White and the Huntsman" besticht vor allem durch die intensive Auseinandersetzung mit moralischen Abgründen und die Verletzbarkeit der menschlichen Psyche. Die Schwester der bösen Königin Ravenna (Charlize Theron), Freya (Emily Blunt), verschließt wegen eines traumatisierenden Verrats ihr Herz und wird zur verbitterten Eiskönigin. Sie entführt Kinder aus den umliegenden Dörfern und bildet sie zu eisernen Kriegern aus. Von ihren Huntsmen erwartet  sie Loyalität und das Abschwören der Liebe. Als sich zwei ihrer Huntsmen ineinander verlieben, werden sie auf grausamste Weise bestraft.

Vorgeschichte mit Tiefgang

"The Huntsman and the Ice Queen" ist zwar nicht reines Prequal, bietet aber dennoch tiefe Einblicke in die Vorgeschichte des Huntsman Eric (Chris Hemsworth) aus "Snow White and the Huntsman". Wir können miterleben, wie er durch den Verlust seiner großen Liebe Sara (Jessica Chastain) zu dem griesgrämigen, verbitterten Trunkenbold, der neben Snow White gegen Ravenna kämpft, wird.

Märchen neu erzählt

In der heutigen Zeit sind Märchen zwar immer noch beliebt, es bedarf aber einer revisionistischen Auseinandersetzung mit den altbewährten Stoffen. Was in "Snow White and the Huntsman" bereits umgesetzt wurde, konnte auch in "The Huntsman and the Ice Queen" verwirklicht werden, ohne dabei den Charme des märchenhaften zu verlieren. Die Charaktere sind nicht nur schwarz oder weiß, sie sind vielschichtig. Geprägt von ihren Erlebnissen machen sie spannende Entwicklungen durch.

Liebesgeschichte mit Action

Obwohl der Film in dieser Hinsicht kein klassisches Märchen darstellt, die Motive und die Moral sind die einer klassischen Märchengeschichte. Am Ende siegt immer die Liebe. Eine allzu schnulzige Liebesgeschichte ist "The Huntsman and the Ice Queen" aber trotzdem nicht. Durch das zu bewältigende Abenteuer bleibt die Geschichte spannend. Die visuellen Effekte sind adäquat eingesetzt und lassen in die märchenhafte Welt eintauchen. Die 3D-Effekte sind zwar wieder einmal nicht notwendig, aber sie stören auch nicht.

"The Huntsman and the Ice Queen" ist zwar nicht so düster wie "Snow White and the Huntsman", dennoch werden Fans dieses Films auch den neuen mögen. Durchaus unterhaltsam sind die Zwerge, die für einige Lacher sorgen.

Birgit Mühl

Birgit Mühl | Redakteurin Feuilleton & Studentenleben

studiert Vergleichende Literaturwissenschaft und Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

ist heillose Optimistin

liebt Beistriche und hasst den Ausdruck "Grammar-Nazi"

birgit.muehl (ät) unimag.at

bei UNIMAG seit: Mai 2011

 

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